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Umweltschädliche Subventionen steigen

Die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland steigen immer weiter und haben 2010 erstmals die Grenze von 50 Milliarden Euro überschritten. Das geht aus einem Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, der klimaretter.info in Auszügen vorab vorliegt. Die drei dicksten Batzen im Bereich Energie sind sechs Milliarden Euro für die kostenfreie Zuteilung von CO2-Emissionsberechtigungen, 3,5 Milliarden für die Privilegierung von Sondervertragskunden bei der Konzessionsabgabe für Strom und 2,5 Milliarden für Strom- und Energiesteuer-Ermäßigungen im Produzierenden Gewerbe sowie der Land- und Forstwirtschaft.

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Da fließt es hin, das schöne Geld: Betanken einer Boeing mit Kerosin. (Foto: David Monniaux/Wikimedia Commons)

Ein Silberstreif am Horizont ist das Auslaufen der Steinkohlesubventionen, die bis 2018 ganz abgeschafft werden sollen. Sie sanken gegenüber 2008 von 2,5 auf 1,8 Milliarden Euro. Auch die Eigenheimzulage, die das UBA wegen des Flächenverbrauchs als umweltschädlich wertet, ging zurück und zwar von 6,2 auf 4,8 Milliarden Euro.

Dafür gibt es im Bereich Verkehr noch ein paar fette Brocken: Sieben Milliarden Euro für Diesel-Steuervergünstigungen, 10,4 Milliarden für den Flugverkehr (Kerosinsteuerbefreiung und Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge) sowie 4,4 Milliarden für die Entfernungspauschale. Der Bericht ist noch nicht fertig, die endgültige Fassung soll aber in den nächsten Tagen veröffentlicht werden, wie UBA-Sprecher Martin Ittershagen gegenüber unserem  Magazin erklärte.

klimaretter.info/sue

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