EU entscheidet über Agrarwende
Am 13. März wird das EU-Parlament über eine Agrarreform entscheiden. Am Tag vorher findet dazu eine Aussprache statt. Diese Entscheidung könnte ein hartes Ringen werden, denn die Europäische Kommission will, dass nur noch Bauern Subventionen erhalten, die ökologische Auflagen einhalten. Ein Verstoß soll mit Kürzungen geahndet werden. Der Agrarausschuss des EU-Parlaments vertritt jedoch eine andere Ansicht und will an der Agrarindustrie und Massenproduktion festhalten.

Bunte Vielfalt statt Einheitsbrei. (Foto: Aallen/Wikimedia Commons)
Der vom Agrarkommissar Dacian Cioloș eingebrachte Entwurf für eine ökologischere Landwirtschaft hat breite Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen, zahlreichen Regierungs- und Staatschefs und in der Bevölkerung. Damit der Entwurf nicht völlig scheitert, haben 25 europäische Umweltorganisationen, darunter BUND, Euronatur, NABU und WWF, eine Petition gestartet. Eine weitere Petition hat die Organisation Campact organisiert. Beide haben das Ziel, Cioloș' Entwurf zu unterstützen, der die Vergabe von Subventionsgeldern gerechter und grüner gestalten will.
Insgesamt geht es um die Entscheidung, wohin etwa 60 Milliarden Euro jährlich zwischen 2014 und 2020 für die Landwirtschaft fließen sollen. Das sind umgerechnet rund 100 Euro Steuergelder jedes Bürgers in der EU. Da erstmals in der 50-jährigen Geschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU die von den Bürgern gewählten Abgeordneten des Europäischen Parlaments gleichberechtigt mit dem Rat der Agrarminister abstimmen, haben die Bürger und Bürgerinnen eine Chance, Einfluss zu nehmen, und darüber zu entscheiden, wohin diese Steuergelder fließen: In mehr Tierschutz, Ökologie und Arbeitsplätze – oder in Massenhaltung und Agrarindustrie. Beide Petitionen laufen bis zum 13. März.
klimaretter.info/vana
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