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Bekenntnis gegen Kohlekraftwerke gefordert

Die Koalitionsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen sollen ihre klimapolitischen Wahlkampf-Versprechen im derzeit ausgehandelten Koalitionsvertrag konkretisieren. Das fordern die Klima-Allianz, der BUND Niedersachsen und die Deutsche Umwelthilfe in einem gemeinsamen Schreiben. Die Organisationen fordern von Rot-Grün vor allem, das vom Chemiekonzern Dow in Stade geplante Kohlekraftwerk zu verhindern. Dow will dort den Bau eines großen Steinkohlekraftwerks durchsetzen, das nach Angaben der Umweltschützer das Klima jährlich mit fünf Millionen Tonnen CO2 belasten würde. Obgleich in den vergangenen Jahren die meisten Kohlekraftwerks-Projekte in Deutschland infolge der Entwicklungen am Strommarkt eingestellt worden seien, setze Dow für die künftige Eigenversorgung unverdrossen weiter auf die umwelt- und klimaschädliche Kohleverstromung.


Klimaschützer fordern von SPD und Grünen in Niedersachsen ein klares Bekenntnis gegen Kohlekraftwerke wie hier in Wilhemshaven. (Foto: Bürgerportal Wilhelmshaven)

Sowohl SPD als auch Grüne hatten in ihren Wahlprogrammen eindeutige Bekenntnisse zum Klimaschutz und gegen Kohlekraft formuliert. Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe Michael Spielmann forderte eine Neuausrichtung der verfehlten niedersächsischen Energiepolitik der letzten Jahre. Dazu gehöre die zügige Verabschiedung eines Landesklimaschutzgesetzes und ein klares Bekenntnis gegen jedes weitere Kohlekraftwerk. "Wir fordern eine Selbstverständlichkeit: nämlich, dass die Ankündigungen zum Klimaschutz im Koalitionsvertrag konkretisiert und verbindlich gemacht werden", sagte Katharina Reuter von der Klima-Allianz, einem breiten Bündnis von 110 Organisationen. Damit würde nach Schleswig-Holstein, Rheinland Pfalz und Baden-Württemberg, die nach der Wahl rot-grüner oder grün-roter Regierungen entsprechende Ziele formuliert hatten, auch Niedersachsen ein starkes Signal für mehr Klimaschutz in Richtung Berlin senden.

klimaretter.info/red

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