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China will Sitz im Arktischen Rat

"Norwegen und China sind Nachbarn, zwischen denen nur ein einziges Land liegt." Mit diesen Worten hat Norwegens Außenminister Espen Barth Eide eine Mitgliedschaft Chinas im Artischen Rat begrüßt. Der Arktische Rat wurde 1996 als Forum für die Anrainerstaaten USA, Kanada, Russland, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Island und die indigenen arktischen Völker gegründet. Die Arktis gilt als eine der sensibelsten Regionen der Erde. Durch den Klimawandel und die Eisschmelze am Nordpol öffnen sich neue Schiffsrouten und Zugänge zu den Bodenschätzen, darunter Öl, Kohle, Edelmetalle, Eisen und Zink. 


Zeremonie in Tromsø: Norwegens Außenminister Eide (2. v. l.) spricht über die Bedeutung des Sitzes – und über Norwegens "Nachbarn" China: Zwischen beiden Ländern liegt "nur" Russland. (Foto: Artic Council)

Am Montag hatten die Mitglieder des Rates eine Deklaration unterzeichnet, mit der die norwegische Stadt Tromsø, in der das Treffen stattfand, zum ständigen Sitz des Sekretariats des Artischen Rates wird. Bislang war das Sekretariat zwischen den Mitgliedsstaaten hin und her gewechselt, doch jetzt soll sich die Arbeit des Rates ausweiten: Die Mitglieder fürchten zunehmende Konflikte um den Rohstoffreichtum und die Einflussgebiete der Staaten.

2004 hatte der Rat das Arctic Climate Impact Assessment veröffentlicht, eine umfassende Studie über Lage in der Arktis, die seitdem fortgeschrieben wird. Deutschland, Spanien, Polen, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande haben bereits einen ständigen Beobachterstatus und beteiligen sich unter anderem mit Forschungsarbeiten. Neben China haben diesen Beobachterstatus nun auch Indien, Südkorea und Singapur beantragt. Eine Konferenz im Mai soll entscheiden. 

klimaretter.info/reni


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