NRW-SPD sagt weiter "ja" zur Kohlekraft

Die nordrhein-westfälische SPD hat auf ihrem heutigen Landesparteitag in Münster einen Leitantrag zum Themenbereich Verkehr, Wohnen, Energie und Infrastruktur verabschiedet – einstimmig. Demnach treten die Sozialdemokraten des einwohnerstärksten Bundeslandes für eine "bezahlbare, sichere Energieversorgung" ein und für Wohnungsangebote "in allen Preissegmenten". Außerdem bekennt sich die Partei von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu den erneuerbaren Energien und zu "modernen Kohlekraftwerken als Überbrückungstechnologie". Nordrhein-Westfalen ist traditionell Kohleland. Auch die beiden größten Energiekonzerne Deutschlands, Eon und RWE, haben hier ihren Sitz.


So ungefähr – wie hier in Grevenbroich – stellt die nordrhein-westfälische SPD sich das vor. Hier drehen sich die Windräder und dort rauchen die Kohle-Schlote. (Foto: Windtest NRW)

Auf dem Parteitag in Münster hatte außerdem der frisch gekürte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, seinen ersten Auftritt nach der K-Entscheidung. In seiner Rede vor den rund 1.000 Delegierten und Besuchern gab er sich kämpferisch: "Wir setzen eindeutig auf Sieg und nicht auf Platz." Sollte es für einen Sieg bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr nicht reichen, will Steinbrück nicht in eine große Koalition unter Führung von Kanzlerin Merkel (CDU) eintreten. "Ich bin nicht zu gewinnen für ein Kabinett Merkel." 

Darüber hinaus rief Steinbrück seine Partei zu "größtmöglicher Geschlossenheit" im jetzt anstehenden Bundestagswahlkampf auf. Die nordrhein-westfälische SPD tat ihm schon mal den Gefallen und bestätigte Hannelore Kraft in ihrem Amt als Chefin des Landesverbands mit 99,08 Prozent.

Auf der Website der NRW-SPD lässt sich der Parteitag per Livestream verfolgen.

klimaretter.info/vk

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