Kanada: Klimaschützer jetzt Terroristen
Kanadas Regierung hat Angst vor radikalen Umweltschützern. In einem Strategiepapier der Regierung von Stephen Harper zur Anti-Terror-Politik werden Umweltaktivisten als mögliche terroristische Bedrohung erwähnt.

Kanadische Terroristen? Proteste gegen den Abbau von Teersanden in Ottawa. (Foto: Greenpeace Kanada)
In einem Bericht der Zeitung The Globe and Mail wird darüber spekuliert, ob das Papier im Zusammenhang mit befürchteten Protesten gegen die sogenannte Northern Gateway-Pipeline steht. Diese soll Öl aus den Teersanden in Alberta an die kanadische Westküste transportieren. Nachdem die Keystone XL-Pipeline in die USA vorerst auf Eis liegt, ist für Kanadas Teersand-Industrie die Northern Gateway-Pipeline umso wichtiger. Umweltschützer und Gruppen indigener Ureinwohner Kanadas hatten massive Proteste gegen die Pipeline angekündigt.
"Das ist nur ein weiterer Schritt im Versuch, die Umweltbewegung zu marginalisieren und ihre Stimme zum Verstummen zu bringen", sagte John Bennet vom kanadischen Sierra Club der Globe and Mail. "Es ist eine indirekte Andeutung, dass Umweltschutz irgendwie mit Terrorismus in Verbindung steht und das ist einfach falsch."
klimaretter.info/hb
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