Kumi Naidoo auf Münchner Sicherheitskonferenz
Kumi Naidoo nimmt als erster Greenpeace-Vertreter an der heute beginnenden Sicherheitskonferenz in München teil. Im Vorfeld rief er die Staaten zum Umdenken auf: Die Auswirkungen des Klimawandels seien eine große Gefahr für den Frieden und die Sicherheit in der Welt, sagte Naidoo in einem Gespräch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Greenpeace-Chef Kumi Naidoo fordert, dem Klimawandel mehr Rechnung zu tragen. (Foto: flickr)
Schon heute gebe es in vielen Teilen der Welt Konflikte um Ressourcen wie Wasser und Nahrungsmittel. Sicherheit solle nicht mehr vor allem militärisch definiert werden, sondern umfassender: "Wenn wir dabei nicht die Grundbedürfnisse aller Menschen im Blick haben, also den Zugang zu Nahrung und Wasser, zu einer Wohnung, Arbeit und Gesundheitsversorgung, dann ist das ein Rezept für mehr Unsicherheit auf der Welt", so der Direktor von Greenpeace International. Naidoo wird nicht nur in den Reihen sitzen, sondern auch eine Rede halten.
Auf der 48. internationalen Sicherheitskonferenz soll es unter anderem um den Streit zwischen der Nato und Russland über den Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Europa, dem Atomkonflikt im Iran und der Energie-, Umwelt- und Rohstoffsicherheit in Deutschland gehen. Bis Sonntag tagen Politiker und Experten aus 60 Ländern in München auf der jährlich stattfindenden Konferenz. Auch Hillary Clinton, US-Verteidigungsminister Leon Panetta und Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sowie Josef Ackermann, Vorstandschef der Deutschen Bank, sind anwesend.
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