Oranienburg kauft sein Stadtwerk zurück
Die Stadt Oranienburg hat der Gelsenwasser AG die von ihrer Tochtergesellschaft Osmo GmbH gehaltenen Anteile in Höhe von 64,9 Prozent an den Oranienburger Stadtwerken abgekauft. Wie die Gelsenwasser AG am Montag mitteilte, sind die Stadtwerke damit zum 31. Januar wieder zu 100 Prozent im Besitz der brandenburger Stadt nördlich von Berlin. Die 42.000-Einwohner-Stadt überwies 25,1 Millionen Euro an Gelsenwasser. Die ehemalige Eon-Tochter - heute im Besitz der Stadtwerke Bochum GmbH/ Dortmunder Stadtwerke AG - hatte ursprünglich 20 Millionen Euro gezahlt. Den Angaben zufolge sind die Stadtwerke mit 95 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Versorgung Oranienburgs mit Trinkwasser zuständig und in einigen Stadtteilen auch für die Strom- und Wärmeversorgung.

Im historischen Stadtkern Oranienburgs befindet sich nicht nur das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg (von 1652), sondern auch das jüngste rekommunalisierte Stadtwerk (vom 31. Januar 2012). (Foto: Tourismus und Kultur GmbH Oranienburg)
1868 hatte Oranienburg mit dem Bau einer Gasanstalt den Grundstock für ein eigenes Stadtwerk gelegt. Nach dem politischen Umbruch in der DDR wurden die Stadtwerke in Oranienburg im Juni 1991 wieder gegründet, im Jahr 2006 hatte ein damaliger Stadtwerkefonds sich in die Stadtwerke eingekauft, dessen Anteil Gelsenwasser 2009 dann schluckte. Den Rückkauf aller Gelsenwasser-Anteile hatte die Stadtverordnetenversammlung Ende 2011 beschlossen.
Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD): "Jetzt ist der Weg frei für eine bessere Vernetzung der städtischen Gesellschaften sowie für die Erreichung der kommunalen Klimaschutzziele!" Wichtig sei, so der Bürgermeister, dass die Stadtwerke künftig stärker als bisher auf regenerative Energien setzen und selber einen Solarpark bauen, statt nur Sonnenstrom zu vertreiben. Die Stadtwerke haben in Oranienburg ein eigenes Klimaschutz-Programm etwa zum Austausch von Heizkesseln aufgelegt.
klimaretter.info/reni
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 09 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Am morgigen Mittwoch stellt die Parteispitze der brandenburger Linken den Koalitionsvertrag mit der SPD zur Abstimmung. Zuvor wirbt der Vorstand in Regionalkonferenzen für das Vertragswerk an der Basis. Aber die zürnt wegen der Kehrtwende der Partei in der Braunkohle- Politik.
Die Grünen haben als letzte der drei Oppositionsparteien die Unterstützung des Volksbegehrens zur Rekommunalisierung beschlossen
Das Energieunternehmen aus Köln übernimmt 49,6 Prozent am Steinkohlekraftwerk Rostock
Das "Stadtwerke Konsortium Rhein-Ruhr" plant von Mischkonzern Evonik Mehrheitsanteile an einem der größten Energieversorger Deutschlands zu kaufen



