Oettinger: EU-Fracking-Gesetze ausreichend
Eine schärfere Rahmen-Gesetzgebung für die umstrittene Fracking-Technologie ist nach Auffassung der EU-Kommission derzeit nicht notwendig. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur. Energie-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hatte am Freitag in Brüssel eine Studie vorgestellt, die die EU-Gesetzgebung auf den Umgang mit den Risiken bei der Förderung von Schiefergas abklopfte. Oettingers Schlussfolgerung: Es bestehe kein Handlungsbedarf.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger sieht beim Fracking keinen gesetzlichen Handlungsbedarf. (Foto: EU)
Dennoch seien die EU-Staaten selbst gefordert, Gesetze zur Fracking-Technologie festzulegen, da sich die EU-Rahmen-Gesetzgebung lediglich auf die Erkundung der Vorkommen beziehe, sagte der EU-Energie-Kommissar. Erst in der vergangenen Woche verbot Bulgarien dauerhaft den Einsatz der Technologie. Der Balkansaat hatte insbesondere Zweifel daran, dass die Technologie die Trinkwasserressourcen nicht gefährdet.
Die Fracking-Technologie wird bei der Förderung unkonventioneller Lagerstätten angewandt. Sie gilt als besonders umweltschädlich, da das Gesetein unter hohem hydraulischem Druck aufgebrochen wird, um die Wegsamkeit des Gases an die Oberfläche zu gewährleisten. Dazu wird ein Gemisch aus Wasser, Quarzsand und chemischen Additiven in das umlagernde Gestein gepresst. Am Ende des Vorgangs werden zwar große Teile des Gemischs wieder an die Oberfläche gepumpt, jedoch verbleiben Rückstände, insbesondere Chemikalien, im Untergrund.
Auch hierzulande ist der Einsatz der Technologie heftig umstritten. Noch in der vergangen Woche demonstrierten im Raum Hannover rund 700 Menschen gegen den Einsatz der Technologie und auch in Bulgarien mündeten erst die zahlreichen Proteste der Bevölkerung in das endgültige Verbot der Technologie.
klimaretter.info/tony
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