EU beschließt Ölembargo für den Iran
Die EU-Staaten haben im Atomstreit mit dem Iran am Montag die Gangart verschärft. In Brüssel beschlossen die EU-Außenminister ein Ölembargo gegen den Iran: Firmen in der Europäischen Union ist es ab Juli verboten, Öl aus dem Iran zu importieren oder Technologien zur Ölförderung dorthin zu exportieren. Iran ist der viertgrößte Ölproduzent weltweit. Die EU will mit dem Embargo verhindern, dass der Iran die Entwicklung von Atomwaffen fortsetzt.

Ölförderung in Irans größtem Ölfeld Abouzar. (Foto: National Iranian Oil Company)
Die EU bezieht 5,7 Prozent ihres Ölkonsums aus dem Iran, Länder wie Griechenland mit 25 Prozent oder Italien mit 13 Prozent sind allerdings deutlich abhängiger. Der Ölpreis blieb trotz der Entscheidung bislang weitgehend stabil und stieg nur moderat um etwa einen halben Dollar pro Barrel - auf jetzt 110 US-Dollar.
Der Iran hatte in der Vergangenheit gedroht, im Fall eines Ölembargos die Straße von Hormus zu blockieren. Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen dem Iran auf der einen Seite, sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman auf der anderen Seite. Über diesen Seeweg wird ein Großteil des am persischen Golf geförderten Öls exportiert. Bei einer Sperre der Straße von Hormus wären große Teile der Welt auch von Saudi Arabiens Öllieferungen abgetrennt.
klimaretter.info/hb
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