EU: Höhere Klimaschutzziele günstiger
Wenn die EU ihre Treibhausgasreduktionsziele bis 2020 auf 30 Prozent erhöht, käme das langfristig günstiger. Das ist das Ergebnis einer Studie der Europäischen Kommission, die dem Guardian vorliegt. Wenn die Klimaschutzziele nicht erhöht werden, würde das innerhalb der nächsten Jahre zu mehr emissionsintensiven Investitionen führen, was dann Maßnahmen nach 2020 drastisch verteuert.

Bei einer schnelleren Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen würde die EU langfristig Geld sparen. (Foto: Vondraussen/Wikipedia)
Bislang hatte die EU den Standpunkt vertreten, man werde das Klimaschutzziel nur dann verschärfen, wenn international andere Länder im Rahmen eines globalen Abkommens mitziehen. Ein solches ist aber spätestens nach dem Durban-Gipfel für die nächsten Jahre nicht zu erwarten. Einzelne Länder, etwa Dänemark, fordern daher eine eigenständige Erhöhung des Ziels.
Das bisherige Ziel von 20 Prozent bis 2020 ist aufgrund der Wirtschaftskrise schon jetzt nahezu erreicht. Insofern bestehen zur Zeit wenig Anreize für zusätzlichen Klimaschutz. Der EU-Emissionshandel ist zuletzt praktisch zusammengebrochen, die Preise für eine Tonne Kohlendioxidausstoß lagen zuletzt unter sieben Euro. Das führte auch dazu, dass die geplanten Einnahmen aus dem Emissionshandel deutlich niedriger als erwartet ausfielen.
klimaretter.info/hb
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