Votet jetzt!
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Grüne Ideen zur Endlagersuche

Nachdem zuletzt die SPD ein Konzeptpapier für die Suche nach einem deutschen Atommüllendlager vorgelegt hatte, ziehen nun auch die Grünen nach. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, fordert die Partei noch 2012 ein Gesetz zur Endlagersuche auf den Weg zu bringen. Spätestens 2042 soll das Endlager seinen Betrieb aufnehmen. Oberste Maxime für die Suche ist nach den Vorstellungen der Grünen die Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Auswahlprozesses.


Die Grünen wollen für die Standortauswahl auch nach neuen Formen der Bürgerbeteiligung suchen. (Foto: Andreas Conradt / PubliXviewinG)

Das Konzeptpapier schlägt die Auswahl von mindestens vier Standorten in Salz-, Granit- oder Tongestein vor, aus denen der nukleare Abfall noch mindestens 500 Jahre lang zurückgeholt werden kann. Für die Endauswahl sollen ebenso wie auch von der SPD vorgeschlagen zwei Standorte durch Untertageuntersuchungen verglichen werden. Den Standort Gorleben wollen die Grünen "möglichst komplett streichen". Eine eigens gegründete Kommission soll die Suche begleiten. Über ihre Zusammensetzung sollen Regierung, Bundestagsfraktionen und Länder gemeinsam entscheiden.

Im November hatte sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mit Ländervertretern auf einen "Neustart" bei der Endlagersuche geeinigt. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat bereits ein erstes Papier zur Vorbereitung eines Endlagersuchgesetzes erarbeitet. Demnach sollen in einer ersten Phase die Entscheidungsprozesse für die Standortauswahl gesetzlich festgelegt werden. Das Papier sieht die obertägige Erkundung mehrerer Standorte bis 2019 vor, legt sich für die Untertageerkundung jedoch noch nicht auf eine Anzahl fest. Das Papier hält an Gorleben als Vergleichsstandort fest. 

klimaretter.info/em

 

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Guter Journalismus kostet

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Empfänger
Klimawissen e. V.
Kontonummer
1136852100
Bankleitzahl (BLZ)
430 609 67
 
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN
DE63 4306 0967 1136 8521 00
BIC
GENO DE M 1 GLS
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Sonntag, 04. September 2011, 13:30 Uhr
Abgeordnete blockieren Gorleben
Politiker aus allen Parlamenten protestieren vor dem Endlagerbergwerk [mehr...]
Sonntag, 11. September 2011, 14:27 Uhr
Endlagersuche: fünf Kandidaten
Der Leiter der Entsorgungskommission für Atommüll empfiehlt, vier bis fünf  Standorte für die Endlagerung von Atommüll zu prüfen [mehr...]
Freitag, 23. März 2012, 14:22 Uhr
Gorleben vor Erkundungsstopp
Atommüll-Endlager: Anti-Atom-Bewegung warnt vor falschem "Wohlklang"   [mehr...]
Mittwoch, 23. Mai 2012, 01:17 Uhr
Industrie macht Druck für Gorleben
Der Kampf um die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke ist verloren. Nun schaut die Nuklearindustrie nach vorn und will Gorleben als Endlagerstandort durchsetzen. Der Salzstock müsse zügig zu Ende erkundet werden, fordert der Präsident des Atomforums auf der "Jahrestagung Kerntechnik".
Aus Stuttgart Fabian Welters
[mehr...]
Dienstag, 03. Januar 2012, 16:12 Uhr
SPD macht Vorschlag zur Endlagersuche
Mit einem eigenen "Endlagerverfahrensgesetz" wollen SPD-Umweltpolitiker die Suche nach einem Endlager für radioaktiven Müll regeln. Sie schlagen ein mehrstufiges ergebnisoffenes Verfahren mit weitgehender Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Nur der Standort Gorleben soll ausgeschlossen werden.
Von Eva Mahnke [mehr...]
Montag, 23. April 2012, 10:34 Uhr
"Keine Vorfestlegung"
Die Bigshots sollen es richten: Am Dienstag findet in Berlin ein Chefgespräch zur Atom-Endlagersuche statt - Umweltminister Norbert Röttgen trifft sich mit Ministerpräsidenten und den Spitzenleuten von SPD und Grünen. Doch die Hürden sind hoch: Die Opposition fordert Zugeständnisse. Sie will, dass eine Vorfestlegung auf Gorleben wirklich ausgeschlossen wird.
Aus Frankfurt am Main Joachim Wille
[mehr...]
Donnerstag, 14. April 2011, 16:10 Uhr
Anträge gegen Gorleben-Erkundung abgelehnt
Verwaltungsgericht Lüneburg: Der Salzstock Gorleben darf weiter als potenzielles Endlager für Atom-Müll untersucht werden [mehr...]
Sonntag, 24. Juli 2011, 08:07 Uhr
Atommüll zu versenken
Nach Fukushima geht die Endlagersuche in eine neue Runde. Die Regierung will Alternativen zu Gorleben prüfen. Viele Fragen sind offen - auch für die Bewegung.
Von Felix Werdermann [mehr...]
Freitag, 16. Dezember 2011, 18:42 Uhr
Ausbaustopp in Gorleben
Das Umweltministerium ordnet ein Ende der Bohrungen an - Salzstock soll aber dennoch im Rennen bleiben [mehr...]
Montag, 10. Oktober 2011, 11:34 Uhr
Baden-Württemberg statt Gorleben
In die Debatte um Alternativen zu Gorleben kommt neuer Schwung. Während Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zumindest vorerst an der Erkundung des niedersächsischen Salzstocks als Atom-Endlager festhält, hat der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) jetzt einen konkreten Vorschlag für eine neue bundesweite Endlagersuche gemacht: "Wir müssen in größter Offenheit und Öffentlichkeit diskutieren."
Aus Stuttgart Joachim Wille [mehr...]
Donnerstag, 15. September 2011, 10:40 Uhr
CDU-Ministerpräsident stellt Gorleben in Frage
Niedersachsens Landeschef David McAllister will Rückholbarkeit von Atommüll gewährleisten - Salzstock dafür ungeeignet [mehr...]
Freitag, 05. November 2010, 16:26 Uhr
Der Castor ist unterwegs
Am Sonntag soll der Castor-Transport im Wendland ankommen. Greenpeace untersucht während der Fahrt Stahlung und Temperatur der Behälter: Dieses Jahr sind die Castoren wärmer.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Mittwoch, 27. Oktober 2010, 12:05 Uhr
Der Castor-Transport ist gestartet
Die ersten Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll haben in der Nacht La Hague verlassen und sind zum Areva-Verladebahnhof nach Valogne gebracht worden [mehr...]
Mittwoch, 03. November 2010, 16:15 Uhr
EU-Staaten müssen Endlager finden
Die Atommüllfrage soll endlich geklärt werden. EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger hat am Mittwoch in Brüssel einen entsprechenden Richtlinienvorschlag vorgestellt. Die Mitgliedstaaten müssen nun nationale Programme zu sicherem Bau und Betrieb von Endlagern erarbeiten.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Freitag, 11. November 2011, 14:48 Uhr
Endlagersuche: Für Röttgen ist die Karte weiß
Gorleben ist nicht mehr alternativlos. Bund und Länder einigen sich auf Suchgesetz für Atommüll-Endlager [mehr...]

Werbung

Meinungen: Rezension

Die Übermacht der fossilen Industrie

In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]

Meinungen: Standpunkte

"Altmaier muss die Energiewende retten"

Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]

mehr...

Jahrestag
Das Fukushima-Dossier

11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab.  [mehr]


Aktion des Monats

Europa ohne Atomkraft

Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr]

Zu Ihrem Vorteil

Klimaretter abonnieren!

Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...]

Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende

Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende   Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]


Lexikon

Das ABC der Klimaretter

Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr]

Klimaretter-Beichtstuhl

Erleichtern Sie sich!

Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...]

Werbung

Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache

DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13


Werbung


Ressorts

Politik


EU-Kommission entlastet Industrie massiv

Ab dem kommenden Jahr dürfen die Mitgliedsstaaten großen Energieverbrauchern die Preissteigerungen für Strom abnehmen [mehr...]
Energie


Neue solare Rekorde

In Spitzenzeiten tragen Photovoltaikanlagen mittlerweile mit einer Leistung von 19.000 Megawatt zur Stromversorgung bei [mehr...]
Protest


Anti-Kohle-Camp in Schottland

Britische Klimaschützer mobilisieren gegen den Kohlebergbau in Douglas Valley [mehr...]
Wirtschaft


Offshore bietet 8.600 Jobs

Bundesregierung: Für den Technologiebereich gibt es noch keine spezifischen Aus- und Fortbildungsprogramme [mehr...]
Mobilität


Deutscher Flugverkehr drastisch angestiegen

Seit 2000 hat sich die Zahl der Flugpassagiere in Deutschland um knapp 40 Prozent erhöht [mehr...]
Forschung


"Pegasos" macht sich an die Arbeit

Luftschiff erforscht Zusammenhänge zwischen Atmosphärenchemie und Klimawandel [mehr...]
Umwelt


Total: Gasleck ist jetzt dicht

Schon nach zwölf Stunden meldet der französische Konzern den Erfolg seiner Abdichtungsmaßnahmen in der Nordsee [mehr...]
Ernährung


Klima-Fußabdruck für Rindfleisch

Die genossenschaftlich organisierte Firma Westfleisch: je Kilogramm entstehen 15,3 Kilogramm CO2-Äquivalente [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar


Treffer Röttgen - aber nicht versenkt

Er wollte Karriere über den Umweg der Provinz machen - und ist gescheitert. Nun fordert die Opposition seinen Rücktritt. Der aber wird nicht kommen.
Ein Kommentar von Nick Reimer
[mehr...]
Standpunkte


"KWK aus dem Schattendasein holen"

 Der Bundestag beschließt ein neues Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz: Schon wieder aber wird die dezentrale und hocheffiziente Mini-KWK-Technologie stiefmütterlich behandelt, analysiert Oliver Krischer, Sprecher der Bündnisgrünen für Energie- und Ressourceneffizienz in seinem Standpunkt. [mehr...]
Rezension


Kunst für ein richtig gutes Leben

Was ist ein "gutes Leben"? Was macht wirklich glücklich? In der Ausstellung "SurVivArt" in Berlin gehen Künstler aus verschiedenen Ländern diesen Fragen nach. Dabei stehen Projekte im Zentrum, die sich mit Klimawandel, Konsum und Gender-Rollen befassen.
Eine Rezension von Lea Wortmann
[mehr...]
Kolumnen

nick3
930 Euro für Angela Merkel

Mehr Geld für die Kanzlerin ist gut und richtig. Jetzt sollten als nächstes die Bezüge der Abgeordneten angehoben werden! Vielleicht hilft das ja, die Qualität der angebotenen Politik zu verbessern. [mehr...]
Überraschung der Woche


Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]