Über 100 Millionen weniger aus Emissionshandel
Deutschland hat mit dem Verkauf von Kohlendioxid- Verschumutzungsrechten weit weniger eingenommen als geplant. Dies teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters mit. Demnach habe das Land Verschmutzungsrechte über etwa 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid verkauft und dabei rund 562 Millionen Euro eingenommen. Die Bundesregierung war ursprünglich von Einnahmen von etwa 700 Millionen ausgegangen. Verantwortlich dafür war der geringe Preis für eine ausgestoßene Tonne Kohlendioxid, der durchschnittlich 13,80 Euro betrug und nicht wie kalkuliert rund 17 Euro.

Die European Energy Exchange AG (EEX) mit Sitz in Leipzig. Eine Fusion der Strombörsen Frankfurt und Leipzig. (Foto: Christoph Busse/EEX)
Die eingenommenen Gelder fließen in den deutschen Energie- und Klimafonds. Dieser soll den beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie gewährleisten und eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung fördern. Darüber hinaus sind die Gelder für Maßnahmen im Bereich des internationalen Klima- und Umweltschutzes gedacht.
Deutschland erzielte mit den Zertifikaten noch einen vergleichsweise hohen Preis. Der Preis für ein Zertifikat für eine ausgestoßene Tonne Kohlenstoff lag zwischenzeitlich bei rund sieben Euro. Grund dafür waren zum einen die vergleichsweise schwache Wirtschaft sowie die Tatsache, dass zuviele Zertifikate ausgegeben wurden. Derzeit liegt der Preis an der Strombörse EEX unter sieben Euro.
klimaretter.info/tony
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