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Mehr Geld für ITER

Das EU-Parlament stimmte am Dienstag einer Erhöhung des Finanzierungsanteils beim Kernfusionsprojekt ITER zu. 1,3 Milliarden Euro zusätzlich soll die EU für das Projekt bereitstellen, dessen Kosten seit Projektbeginn von 5,3 Milliarden auf inzwischen 16 Milliarden gestiegen sind. Die Grünen kritisieren die Mehrkosten und fordern, das Projekt zu begraben und die Gelder anderweitig zu nutzen.


Teures Bauwerk mit ungewissem Ausgang: Der ITER-Reaktor. (Foto: ITER)

"Anstatt weitere Steuermilliarden für eine Technologie ohne Zukunft zu vergeuden, müssen Forschungsmittel für Effizienz und Erneuerbare Energien zur Verfügung gestellt werden", sagte die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im EU-Parlament, Rebecca Harms.

Ein internationales Staatenbündnis unter Beteiligung der EU baut im französischen Cadarache zu Forschungszwecken den Kernfusionsreaktor ITER. Die Kernfusion gilt als Option für die Zukunft der Energieversorgung, würde allerdings selbst im günstigsten Fall erst in einigen Jahrzehnten bereitstehen. Ob die Technologie überhaupt funktioniert, kann heute niemand sagen - viele Physiker halten eine praktische Nutzung zur Energieerzeugung für unrealistisch.

"Die EU hat sich in ein vollkommen sinnloses Projekt verrannt", erklärt der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell. "Sollte die Kernfusion jemals funktionieren, womit vor 2050 niemand rechnet, wird sie niemand mehr brauchen. Die Erneuerbaren Energien können schon deutlich vor 2050 die Energieversorgung vollständig abdecken."

klimaretter.info/hb

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