Kanada: Abbau von Teersanden genehmigt
Der französische Ölkonzern Total und zwei weitere japanische und US-amerikanische Partnerkonzerne dürfen im kanadischen Bundesstaat Alberta ein rund sieben Milliarden Euro teures Projekt zur Förderung von Teersanden starten. Die kanadische Regierung genehmigte das "Joslyn North oil sands project" am Donnerstag. Es wäre damit die fünfte Abbaustätte innerhalb der gigantischen Teersandvorkommen in Alberta, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Mit einer Laufzeit von rund 20 Jahren soll Joslyn North nach Angaben des Konzerns ab 2018 etwa 100.000 Barrel Bitumen fördern.

Tagebau der Syncrude Canada Ltd. zur Verarbeitung der Athabasca-Ölsande im Bundesstaat Alberta, unweit des Josly North Projekts (Foto: TastyCakes, Wikipedia)
"Das Joslyn North Projekt von Total während der Weltklimakonferenz in Durban zu genehmigen ist wie ein Schlag ins Gesicht für den internationalen Verhandlungsprozess. Kanadas Ansehen in der Welt ist ohnehin angeschlagen, jetzt, wo wir Seite an Seite mit den großen Luftverschmutzern der Welt stehen anstatt endlich die globale Erwärmung zu bekämpfen. Diese Teersand-Mine wird jenes Ansehen untermauern", so Gillian McEacher von der Umweltorganisation Envirnomental Defence.
Das unkonventionelle Öl gilt als besonders umweltzerstörerisch, da die Treibhausgasemissionen durch das Extraktionsverfahren deutlich höher sind als bei konventionellem Öl. Bei den Teersandregionen im Norden Albertas handelt es sich um die drittgrößten Ölreserven der Welt nach Saudi-Arabien und Venezuela.
klimaretter.info/tony
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