Klimafinanzierung: "Tranzparenz ist essentiell"
Die Heinrich-Böll-Stiftung und die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, Germanwatch und Oxfam haben einen gemeinsamen Internetauftritt gestartet. Die Website www.deutscheklimafinanzierung.de analysiert die finanziellen Aufwendungen Deutschlands zum Klimaschutz.

Gläserne Reichstagskuppel. Transparenter soll nach Auffassung der vier Organisationen auch die Klimafinanzierung der Bundesrepublik werden. (Foto: Michael Plasmeier (ThePlaz), Wikipedia)
"Diese Transparenz ist extrem wichtig, um nachzuprüfen, ob Deutschland seinen Zusagen auch wirklich nachkommt und ob die Bundesregierung auch wirklich sinnvolle Maßnahmen unternimmt, die zum Beispiel im Bereich Anpassung vor allem den ärmsten und vom Klimawandel am stärksten betroffenen Menschen in den Entwicklungsländern zugute kommen", sagt Jan Kowalzig, Klimareferent bei Oxfam.
Eine Projektdatenbank soll dem Portal noch hinzugefügt werden. Aufbau und Vollständigkeit dieser Datenbank hänge jedoch von den Informationen ab, die die Bundesregierung zur Verfügung stelle, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Website habe das Ziel, einen Überblick über Finanzierungsinstrumente, innovative Mittel und spezifische Bewertungen klimarelevanter Maßnahmen Deutschlands beim Klimaschutz zu geben.
Deutschland habe eine ganze Reihe von Finazierungsinstrumenten aufgelegt, so Thomas Hirsch von Brot für die Welt. Dennoch sei es so, "dass die Mittel noch weit hinter den Zusagen zurückbleiben und noch keine kohärente Gesamtstrategie erkennbar ist". Hier will die Website künftig "kritisch" ansetzen.
klimaretter.info/tony
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