Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

"Hier prallen Ideologien aufeinander"

BildDer Sozialwissenschaftler und Jurist Meinhard Miegel gehört zu den bekanntesten Wachstumskritikern in Deutschland. 2010 hat er das Buch "Exit: Wohlstand ohne Wachstum" veröffentlicht. Die CDU hat ihn als Sachverständigen in die Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität" berufen.

klimaretter.info: Herr Miegel, die Enquete-Kommission zum Wachstum droht zu zerbrechen. Einige Sachverständige der Kommission, etwa der Verdi-Gewerkschafter Norbert Reuter beklagen, dass es immer mehr um Ideologie statt um Wahrheitsfindung geht. Stimmen seine Vorwürfe?

Meinhard Miegel:
Herr Reuter spricht sicher nicht für die gesamte Enquete-Kommission. Diese besteht ja aus fünf Projektgruppen, von denen bisher erst drei ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Arbeit ist in den Gruppen 2 und 3 weit gediehen und lediglich in der ersten Gruppe scheint es zu haken. Deshalb ist Gruppe 1 auch mehr Zeit eingeräumt worden, um zu einem Ergebnis zu gelangen.

Sie haben gut reden: Anders als Norbert Reuter sind Sie in der Projektgruppe 2. Er ist in besagter Gruppe 1. Verstehen Sie sein Klagen?

Durchaus. Die Arbeit in der Projektgruppe 1 ist in der Tat besonders schwierig, da hier nicht nur wissenschaftlicher Sachverstand, sondern auch Glaubenssätze und Ideologien aufeinanderprallen. Traditionelle Wachstumsorientierungen und eher skeptische Sichtweisen stehen einander gegenüber.

Der Bericht des Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums" ist mittlerweile 40 Jahre alt. Warum fällt es einigen Enquete-Mitgliedern noch immer so schwer, sich vom Wachstumsgedanken zu lösen?

Weil unsere Gesellschaft seit mehr als 200 Jahren von eben diesem Wachstumsgedanken geprägt ist. Wachstum ist über viele Generationen hinweg gleichgesetzt worden mit materieller Wohlstandsmehrung und materielle Wohlstandsmehrung war wiederum gleichbedeutend mit steigender Lebensqualität und selbst Lebensglück. Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität bildeten faktisch eine Einheit.

Dass diese Einheit mittlerweile zerbrochen ist, haben viele noch nicht erkannt oder sie wollen es nicht wahrhaben. Fakt ist jedoch, dass die Lebenszufriedenheit der überwältigenden Mehrheit in Deutschland schon lange nicht mehr vom materiellen Wohlstand abhängt und der Wohlstand durch Wachstum - wenn überhaupt - nur noch mäßig gemehrt wird. Wahrscheinlich ist sogar, dass weiteres Wirtschaftswachstum den Wohlstand mindert, so dass man auch bei einem steigenden Bruttoinlandsprodukt...


Wachstumsglaube bis auf zwei Stellen hinterm Komma - Anzeigentafel in der Hamburger Börse (Foto: Wikipedia/KMJ)

der zentralen Maßeinheit für Wachstum …

… kaum noch davon sprechen kann, dass der Wohlstandspfad nach oben führt.

Streit - das ist das Bild, das der Beobachter von außen bekommt. Gibt es eigentlich auch schon Einigkeit?

In Teilbereichen. Beispielsweise besteht in der Enquete-Kommission Übereinstimmung, dass das Wachstum der Wirtschaft kein Ziel, sondern nur ein Mittel ist. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber dem Stabilitäts- und Wachstumsgesetz von 1967, wo Wachstum ja noch ausdrücklich als Ziel gilt. Durch die Behandlung des Wachstums als Mittel hat sich die Diskussion deutlich verändert. Denn nun muss die Frage beantwortet werden, welchem Ziel dieses Wachstum dient. Die bisherige Antwort lautete: dem Wohlstand. Wenn aber das Wachstum den Wohlstand nicht mehr mehrt - und dieser Frage muss man nachgehen - dann steht das Mittel Wachstum infrage.

Das ist genau das Problem. Wachstum würde damit zum Selbstzweck und wenn man genau hinschaut, dreht es sich schon heute im Kreis. Wachstum schafft Wohlstand und zugleich zerstört es ihn. Ein wirklicher Fortschritt ist kaum noch auszumachen.

Sieht man sich die sehr hitzige Sitzung der Kommission vom Januar an, bekommt der Beobachter den Eindruck, dass sich einige Enquete-Mitglieder nur sehr mühsam auf diesen Konsens eingelassen haben, etwa der Sachverständige Karl-Heinz-Paque, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität.

Herr Paqué hat, wie alle anderen, die in dieser Sitzung das Wort ergriffen haben, erklärt, dass auch für ihn Wachstum nicht Ziel, sondern Mittel ist. Mehr kann man nicht erwarten.

Die Begriffe "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" tauchen schon im Titel der Enquete-Kommission auf. Warum hat es ein ganzes Jahr gedauert, sich darauf zu einigen, dass es sich hierbei um drei verschiedene Dinge handelt?

Weil, wie ich eben gesagt habe, Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität Jahrhunderte lang als Einheit gesehen wurden. Deshalb haben wohl auch einige in der Projektgruppe 1 gemeint, mit der Auseinandersetzung über das Wachstum seien auch die beiden anderen Themenblöcke abgehandelt. Dass dem nicht so ist, dürfte aber mittlerweile Konsens sein.

Und die Frage, wie wir in Zukunft mit geringeren Wachstumsraten umgehen können, wurde überhaupt noch nicht diskutiert? Fraglich ist zum Beispiel, ob sich unsere Sozialversicherungssysteme ohne Wachstum auf dem heutigen Niveau halten können.

Dass der Umgang mit geringeren Wachstumsraten bisher noch nicht wirklich diskutiert worden ist, stimmt leider. Dabei besteht hierin ausdrücklich der Auftrag des Bundestages an die Enquete-Kommission. Denn ob das derzeitige materielle Wohlstandsniveau gehalten werden kann, ist mehr als fraglich. Wenn es sinkt, sind die Folgen absehbar. Unter anderem werden dann auch die Leistungen der sozialen Sicherungssysteme abnehmen. Das aber wäre nichts wirklich Neues, denn das tun sie schon heute. Die Kaufkraft der Rentner ist beispielsweise in den zurückliegenden zehn Jahren um rund ein Zehntel zurückgegangen und auch die Leistungen der Krankenversicherung nehmen ständig ab. Die Finanzierung von Kuren und vielen Medikamenten, die es vor einigen Jahren noch auf Krankenschein gab, ist längst eingestellt.

Scheut sich die Enquete-Kommission also davor, Lebensqualität neu zu definieren? "Kommt in Zukunft mit weniger aus" ist keine Wahrheit, die sich gut verkauft.

Gut verkaufbar oder nicht. Das wird einfach so kommen. Die Kunst der Politik besteht darin, dafür sorgen, dass die Bevölkerung durch eine solche Entwicklung nicht frustriert wird und sich möglicherweise von der demokratischen Grundordnung abwendet.

Ihre Projektgruppe 2 soll Empfehlungen an die Politik geben. Welche werden dies sein?

Wir sind uns einig, dass Wohlstand in Zukunft nicht nur durch das Bruttoinlandsprodukt gemessen werden sollte. Wir empfehlen der Politik, gleichberechtigt neben das Bruttoinlandsprodukt drei bis fünf weitere Indikatoren zu stellen, die Auskunft über die Einkommensverteilung, den Umweltzustand und die Staatsverschuldung geben. In Zukunft soll man nicht weiter so einseitig auf das BIP schauen.

Interview: Eva Mahnke


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Sonntag, 17. Juni 2012, 08:22 Uhr
"20 Jahre unter neoliberaler Flagge"
Die Linkspartei will statt in Rüstung lieber in Klimaschutz und Entwicklung investieren und bilanziert 20 Jahre nach dem ersten Rio-Gipfel eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Eva Bulling-Schröter, umweltpolitische Sprecherin der Linken und Vorsitzende des Umweltausschusses im Interview mit klimaretter.info.
Interview: Hanno Böck  [mehr...]
Dienstag, 08. Mai 2012, 12:07 Uhr
"Die Menschheit wird versagen"
Nach 40 Jahren hat der Club of Rome einen neuen Bericht vorgestellt: "2052 – Die Welt in 40 Jahren". Autor Jørgen Randers entwirft eine düstere Zukunftsprognose: "Die Regierungen scheinen unfähig, die Klimakrise aufzuhalten."
Von Eva Mahnke [mehr...]
Sonntag, 12. September 2010, 19:01 Uhr
"Die Wirtschaft muss schrumpfen"
tarsands-raffinerie_falkbeyerIn Frankreich und anderen südeuropäischen Staaten hat sich in den vergangenen Jahren eine breite Debatte um Wachstumskritik entwickelt. Zunehmend gewinnt das Thema auch in Deutschland an Gewicht, der Bundestag wird in Kürze eine Enquetekommission einrichten, Attac plant für 2011 einen wachstumskritischen Kongress. Fragen dazu und zur "Degrowth"-Debatte an Alexis Passadakis vom Attac-Koordinierungskreis.
Interview von Hanno Boeck
[mehr...]
Montag, 01. September 2014, 14:15 Uhr
"Zeit für die schönen Dinge des Lebens"
BildWachstum ist heute ein Indikator für Erfolg: Je mehr produziert wird und je höher die Gewinnmarge, desto besser. Kritiker sehen es genau umgekehrt: Für Mensch und Umwelt ist gerade die Entschleunigung der Weg ins Glück, meint Unternehmensforscherin Jana Gebauer vom Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung. Immer mehr Unternehmen hätten das schon verstanden und würden auf "Besser statt mehr" setzen. Teil 1 unserer Serie zur "Degrowth 2014".
Interview: Susanne Götze
[mehr...]
Dienstag, 02. September 2014, 08:30 Uhr
Degrowth-Konferenz in Leipzig startet
BildDie vierte internationale Konferenz der Wachstumskritiker beginnt heute in der Universitätsstadt und erwartet 3.000 Teilnehmer [mehr...]
Donnerstag, 06. Juni 2013, 18:13 Uhr
Enquete-Kommission beendet Arbeit
Umweltverbände sind mit dem Ergebnis der Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" unzufrieden [mehr...]
Montag, 09. Januar 2012, 13:02 Uhr
Harakiri Now
etscheidAuch die jetzige Finanzkrise soll mit eben jenen Mitteln bekämpft werden, die das Desaster überhaupt erst verursacht haben: endlose Schulden und endloses Wachstum. Wie dick muss es eigentlich noch kommen, bevor sich die Vernunft durchsetzen kann?
 Von Georg Etscheit [mehr...]
Sonntag, 22. April 2012, 10:23 Uhr
It's the Lebensstil, stupid! – Teil 2
Kein neues Handeln ohne anderes Denken oder kein neues Denken ohne anderes Handeln? Beim zweiten großen Diskussionsforum zum Thema Lebensstil auf dem McPlanet-Kongress in Berlin gibt der Sozialpsychologe Harald Welzer der "Leitkultur der Verschwendung" ordentlich Breitseite. Und fordert die Repolitisierung der Gesellschaft. 
Aus Berlin Verena Kern [mehr...]
Freitag, 09. März 2012, 16:20 Uhr
Retten, was zu retten ist
Eine Arbeitsgruppe der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität" des Bundestags steht kurz vor ihrem Scheitern. Zu verhärtet sind die Fronten, zu ideologisch die Debatten. Die Vorsitzenden unternehmen nun einen Rettungsversuch - mit offenem Ausgang.
Von Eva Mahnke [mehr...]
Samstag, 24. November 2012, 14:07 Uhr
Samstag ist Kauf-Nix-Tag
Kurz vor Weihnachten soll sich die konsumwütige Gesellschaft noch einmal besinnen [mehr...]
Dienstag, 19. Juni 2012, 14:31 Uhr
Wider die Green Economy
Im Konferenzzentrum die Klimaanlage, beim Alternativgipfel die Meeresbrise: Zwischen den offiziellen Delegationen bei "Rio+20" und den Aktivisten gibt es nur wenige Berührungspunkte. Immerhin wagte UN-Umweltprogramm-Chef Achim Steiner einen Versuch.
Aus Rio de Janeiro Gerhard Dilger
[mehr...]
Montag, 14. April 2014, 11:02 Uhr
"Das fossile Modell läuft aus"
BildNach Vorstellung des neuen IPCC-Berichts: Kein Land verzichte freiwillig auf Wachstum, sagt der Umweltexperte Ernst Ulrich von Weizsäcker. Um die Blockaden beim Klimaschutz zu durchbrechen, müssten deshalb die Emissionen vom Wirtschaftswachstum entkoppelt werden – durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Dafür fordert Weizsäcker eine intelligente CO2-Steuer.
Interview: Joachim Wille [mehr...]
Dienstag, 02. September 2014, 15:37 Uhr
"Die Bewegung muss aktivistischer werden"
BildSie finden sich unter Schlagworten wie "Degrowth" oder "Postwachstum" zusammen: die Kritiker einer Politik, die alles aufs Wirtschaftswachstum ausrichtet. Ab heute treffen sich 3.000 von ihnen zur 4. internationalen Degrowth-Konferenz in Leipzig, so viele wie nie zuvor. Der Sozialwissenschaftler und Wachstumskritiker Matthias Schmelzer über die Motive von Degrowth, die Postwachstumsszene in Deutschland und Anknüpfungspunkte zu anderen sozialen Bewegungen. Teil 2 unserer Serie zur "Degrowth 2014".
Interview: Eva Mahnke [mehr...]
Freitag, 17. Februar 2012, 13:07 Uhr
"Die Umweltkrise ist eine Demokratiekrise"
Damit die Welt die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen kann, muss sie sich aus ihren "Denkfallen" befreien, sagt Frances Moore Lappé im Interview. Mit der derzeit vorherrschenden Marktökonomie der Verschwendung und Zerstörung "können wir Klimawandel, Hunger und Armut nicht besiegen", so die die Aktivistin und Trägerin des alternativen Nobelpreises.
Interview: Stephen Leahy (IPS) [mehr...]
Montag, 17. Januar 2011, 08:49 Uhr
"Eine Schlüsselfrage für die Gesellschaft"
Am heutigen Montag konstituiert sich die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität. Klimaretter.info sprach mit Kommissions-Mitglied und SPD-Vordenker Michael Müller.
Interview von Johanna Treblin [mehr...]

Werbung

Meinungen: Standpunkte

Warum Klimaverhandlungen wichtig sind

BildJeder hat eine Stimme, jeder erhält Zugang, jeder muss gehört werden – die UN-Klima­verhandlungen sind der demokratischste Prozess der Welt. In vielen Ländern wird der Klimawandel durch die Gipfel überhaupt erst zum Thema. Und die besonders betroffenen Staaten haben ein Forum für ihre Nöte. Teil 5 unseres Lima-Countdowns.
Ein Standpunkt von Sabine Minninger, Brot für die Welt
[mehr...]

Meinungen: Reimers kleine Zahlenkunde

BDI: Lügen, Gutachten und Verbrechen

nick3In der DDR hatte das Volk einen Spruch, mit dem es den Versuch der SED quittierte, mit Planzahlstatistiken die Regale vollzuschwindeln. Eine Abwandlung dieses Spruchs muss man auch dem BDI entgegenhalten.
Eine Kolumne von Nick Reimer
[mehr...]

mehr...

Bild
Serie

Das kommt auf Deutschland zu

Klimawandel auch bei uns: Die Temperaturen steigen, im Winter fallen mehr Niederschläge, die Sommer werden trockener. Hitzewellen treten häufiger auf. Extremwetter nehmen zu und werden stärker. Die Auswirkungen für Pflanzen, Tiere und Menschen sind erheblich. Was uns erwartet und was jetzt geschehen muss. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Jeder kann die Welt retten

Viele Filme über den Klimawandel und seine Folgen enden mit der Erkenntnis, dass anders produziert und konsumiert werden muss. Aber nur wenige zeigen, wie das wirklich gehen kann. "Generation CO2" soll ein solcher Film werden. Die Macher sammeln jetzt das Startkapital – mit Öko-Crowdfunding. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Mit Wechsel zu Ökostrom Geld sparen
BildZu einem Anbieter von Ökostrom zu wechseln und auch noch Geld bei der Stromrechnung zu sparen war früher nicht so einfach. Inzwischen ist das aber sprichwörtlich kinderleicht geworden. Zum einen steht Strom aus erneuerbaren Quellen mehr als ausreichend zur Verfügung, zum anderen ist der Wechsel des Stromversorgers ohne viel bürokratischen Aufwand möglich. Gefragt ist nur noch der Wille des Verbrauchers. [mehr...]

Klima-Aktionsprogramm: Es grüßt das Murmeltier

In der Staatssekretärs-Runde wird am heutigen Montag in der Bundeshauptstadt das lang angekündigte Klima-Aktionsprogramm verhandelt, mit dem die Bundesregierung doch noch ihr Klimaziel schaffen will: minus 40 Prozent bis 2020 im Vergleich zu 1990. Danach soll das Klima-Aktionsprogramm der Öffentlichkeit[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Klimawandel vor der Tür - Deutschland passt sich an
Degrowth 2014
 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

Lima-Countdown - Die Welt vor Lima
New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Energie

Bild
Größte Solaranlage der Welt fertiggestellt

In Kalifornien geht eine 550-Megawatt-Freiflächenanlage ans Netz. Zwei ähnliche Anlagen sollen 2015 folgen [mehr...]
Protest

Bild
Peru: 57 ermordete Umweltschützer

Studie: Brasilien, Honduras und die Philippinen sind die gefährlichsten Länder für Umweltaktivisten [mehr...]
Mobilität

Bild
24.000 E-Autos in Deutschland

Regierungsberater fordern drei Milliarden Euro, um doch noch bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen [mehr...]
Forschung

Bild
Bayern führt bei Erneuerbaren

Ein Ranking sieht den Freistaat bei Nutzung und Förderung erneuerbarer Energien insgesamt vorn. Kritik an der 10-H-Regelung [mehr...]
Umwelt

Bild
Schmutzige Luft kostet Geld und Gesundheit

Der Energiesektor ist EU-weit der größte Luftverschmutzer. Die Gesundheitsschäden gehen in die Milliarden. Ärzte protestieren. [mehr...]
Wohnen

Bild
Haushalte verbrauchen wieder mehr Energie

Seit 2005 war der Energieverbrauch privater Haushalte gesunken. Doch die jüngere Generation nutzt mehr Elektronik [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
Sorgen statt Entsorgung

Deutschland hat inzwischen nicht nur 300.000 Kubikmeter Atommüll angehäuft. Es sind sogar 600.000 Kubikmeter – wenn man auch den Uranmüll aus Gronau mitzählt, der bislang als "Wertstoff" deklariert wurde. Das Müllproblem wird sich weiter verschärfen, solange der beschlossene Atomausstieg nur halbherzig umgesetzt wird.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
"Horror-Nachrichten von Marie Gabriel"

Das Jahr 2045: Stell dir vor, die Tochter vom ehemaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel besucht ihren Vater im Altersheim. Das wird nicht lustig, wenn der Vater weiter jetzt die Kohle stützt.
Ein Standpunkt von Franz Alt, Buchautor und Fernsehmoderator
[mehr...]
Rezension

Bild
Medien zum IPCC-Bericht: Wir sind gewarnt

Niemand kann mehr sagen, er sei nicht gewarnt worden, kommentieren Medien die Veröffentlichung des jüngsten Berichts des Weltklimarates. Aber wie der Bedrohung begegnen? Kohleausstieg sofort – oder doch CCS? Oder weiter nach Alternativen forschen? Die klimaretter.info-Presseschau.
Zusammengestellt von Verena Kern
[mehr...]
Kolumnen

Bild
Mit dem Klugscheißertelefon zum Biseln

Seit ein paar Wochen bin ich Besitzer eines Klugscheißertelefons. Bei meinem alten Handy hatte der Akku versagt, ein klarer Fall von geplanter Obsoleszenz. Leider mag mich das neue Smartphone wohl nicht. Es verweigert regelmäßig den Dienst. Wahrscheinlich aus verschmähter Liebe, denn ich mag es auch nicht.
Eine Kolumne von Georg Etscheit
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Emittierende Kumpane, Rücksichtnahme und eine gute Empfehlung

Kalenderwoche 45: Die deutsche Regierung mit ihrer angeblichen Vorzeige-Energiewende wird die Fossilwirtschaft umso schneller fallen lassen, je stärker der internationale Druck ist, sagt Gero Lücking, Vorstand für Energiewirtschaft beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Mitherausgeber von klimaretter.info. Denn die Welt warte darauf, dass die deutschen Emissionen endlich schrumpfen. [mehr...]