Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

"Hier prallen Ideologien aufeinander"

BildDer Sozialwissenschaftler und Jurist Meinhard Miegel gehört zu den bekanntesten Wachstumskritikern in Deutschland. 2010 hat er das Buch "Exit: Wohlstand ohne Wachstum" veröffentlicht. Die CDU hat ihn als Sachverständigen in die Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität" berufen.

klimaretter.info: Herr Miegel, die Enquete-Kommission zum Wachstum droht zu zerbrechen. Einige Sachverständige der Kommission, etwa der Verdi-Gewerkschafter Norbert Reuter beklagen, dass es immer mehr um Ideologie statt um Wahrheitsfindung geht. Stimmen seine Vorwürfe?

Meinhard Miegel:
Herr Reuter spricht sicher nicht für die gesamte Enquete-Kommission. Diese besteht ja aus fünf Projektgruppen, von denen bisher erst drei ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Arbeit ist in den Gruppen 2 und 3 weit gediehen und lediglich in der ersten Gruppe scheint es zu haken. Deshalb ist Gruppe 1 auch mehr Zeit eingeräumt worden, um zu einem Ergebnis zu gelangen.

Sie haben gut reden: Anders als Norbert Reuter sind Sie in der Projektgruppe 2. Er ist in besagter Gruppe 1. Verstehen Sie sein Klagen?

Durchaus. Die Arbeit in der Projektgruppe 1 ist in der Tat besonders schwierig, da hier nicht nur wissenschaftlicher Sachverstand, sondern auch Glaubenssätze und Ideologien aufeinanderprallen. Traditionelle Wachstumsorientierungen und eher skeptische Sichtweisen stehen einander gegenüber.

Der Bericht des Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums" ist mittlerweile 40 Jahre alt. Warum fällt es einigen Enquete-Mitgliedern noch immer so schwer, sich vom Wachstumsgedanken zu lösen?

Weil unsere Gesellschaft seit mehr als 200 Jahren von eben diesem Wachstumsgedanken geprägt ist. Wachstum ist über viele Generationen hinweg gleichgesetzt worden mit materieller Wohlstandsmehrung und materielle Wohlstandsmehrung war wiederum gleichbedeutend mit steigender Lebensqualität und selbst Lebensglück. Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität bildeten faktisch eine Einheit.

Dass diese Einheit mittlerweile zerbrochen ist, haben viele noch nicht erkannt oder sie wollen es nicht wahrhaben. Fakt ist jedoch, dass die Lebenszufriedenheit der überwältigenden Mehrheit in Deutschland schon lange nicht mehr vom materiellen Wohlstand abhängt und der Wohlstand durch Wachstum - wenn überhaupt - nur noch mäßig gemehrt wird. Wahrscheinlich ist sogar, dass weiteres Wirtschaftswachstum den Wohlstand mindert, so dass man auch bei einem steigenden Bruttoinlandsprodukt...


Wachstumsglaube bis auf zwei Stellen hinterm Komma - Anzeigentafel in der Hamburger Börse (Foto: Wikipedia/KMJ)

der zentralen Maßeinheit für Wachstum …

… kaum noch davon sprechen kann, dass der Wohlstandspfad nach oben führt.

Streit - das ist das Bild, das der Beobachter von außen bekommt. Gibt es eigentlich auch schon Einigkeit?

In Teilbereichen. Beispielsweise besteht in der Enquete-Kommission Übereinstimmung, dass das Wachstum der Wirtschaft kein Ziel, sondern nur ein Mittel ist. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber dem Stabilitäts- und Wachstumsgesetz von 1967, wo Wachstum ja noch ausdrücklich als Ziel gilt. Durch die Behandlung des Wachstums als Mittel hat sich die Diskussion deutlich verändert. Denn nun muss die Frage beantwortet werden, welchem Ziel dieses Wachstum dient. Die bisherige Antwort lautete: dem Wohlstand. Wenn aber das Wachstum den Wohlstand nicht mehr mehrt - und dieser Frage muss man nachgehen - dann steht das Mittel Wachstum infrage.

Das ist genau das Problem. Wachstum würde damit zum Selbstzweck und wenn man genau hinschaut, dreht es sich schon heute im Kreis. Wachstum schafft Wohlstand und zugleich zerstört es ihn. Ein wirklicher Fortschritt ist kaum noch auszumachen.

Sieht man sich die sehr hitzige Sitzung der Kommission vom Januar an, bekommt der Beobachter den Eindruck, dass sich einige Enquete-Mitglieder nur sehr mühsam auf diesen Konsens eingelassen haben, etwa der Sachverständige Karl-Heinz-Paque, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität.

Herr Paqué hat, wie alle anderen, die in dieser Sitzung das Wort ergriffen haben, erklärt, dass auch für ihn Wachstum nicht Ziel, sondern Mittel ist. Mehr kann man nicht erwarten.

Die Begriffe "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" tauchen schon im Titel der Enquete-Kommission auf. Warum hat es ein ganzes Jahr gedauert, sich darauf zu einigen, dass es sich hierbei um drei verschiedene Dinge handelt?

Weil, wie ich eben gesagt habe, Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität Jahrhunderte lang als Einheit gesehen wurden. Deshalb haben wohl auch einige in der Projektgruppe 1 gemeint, mit der Auseinandersetzung über das Wachstum seien auch die beiden anderen Themenblöcke abgehandelt. Dass dem nicht so ist, dürfte aber mittlerweile Konsens sein.

Und die Frage, wie wir in Zukunft mit geringeren Wachstumsraten umgehen können, wurde überhaupt noch nicht diskutiert? Fraglich ist zum Beispiel, ob sich unsere Sozialversicherungssysteme ohne Wachstum auf dem heutigen Niveau halten können.

Dass der Umgang mit geringeren Wachstumsraten bisher noch nicht wirklich diskutiert worden ist, stimmt leider. Dabei besteht hierin ausdrücklich der Auftrag des Bundestages an die Enquete-Kommission. Denn ob das derzeitige materielle Wohlstandsniveau gehalten werden kann, ist mehr als fraglich. Wenn es sinkt, sind die Folgen absehbar. Unter anderem werden dann auch die Leistungen der sozialen Sicherungssysteme abnehmen. Das aber wäre nichts wirklich Neues, denn das tun sie schon heute. Die Kaufkraft der Rentner ist beispielsweise in den zurückliegenden zehn Jahren um rund ein Zehntel zurückgegangen und auch die Leistungen der Krankenversicherung nehmen ständig ab. Die Finanzierung von Kuren und vielen Medikamenten, die es vor einigen Jahren noch auf Krankenschein gab, ist längst eingestellt.

Scheut sich die Enquete-Kommission also davor, Lebensqualität neu zu definieren? "Kommt in Zukunft mit weniger aus" ist keine Wahrheit, die sich gut verkauft.

Gut verkaufbar oder nicht. Das wird einfach so kommen. Die Kunst der Politik besteht darin, dafür sorgen, dass die Bevölkerung durch eine solche Entwicklung nicht frustriert wird und sich möglicherweise von der demokratischen Grundordnung abwendet.

Ihre Projektgruppe 2 soll Empfehlungen an die Politik geben. Welche werden dies sein?

Wir sind uns einig, dass Wohlstand in Zukunft nicht nur durch das Bruttoinlandsprodukt gemessen werden sollte. Wir empfehlen der Politik, gleichberechtigt neben das Bruttoinlandsprodukt drei bis fünf weitere Indikatoren zu stellen, die Auskunft über die Einkommensverteilung, den Umweltzustand und die Staatsverschuldung geben. In Zukunft soll man nicht weiter so einseitig auf das BIP schauen.

Interview: Eva Mahnke


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Sonntag, 17. Juni 2012, 08:22 Uhr
"20 Jahre unter neoliberaler Flagge"
Die Linkspartei will statt in Rüstung lieber in Klimaschutz und Entwicklung investieren und bilanziert 20 Jahre nach dem ersten Rio-Gipfel eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Eva Bulling-Schröter, umweltpolitische Sprecherin der Linken und Vorsitzende des Umweltausschusses im Interview mit klimaretter.info.
Interview: Hanno Böck  [mehr...]
Dienstag, 08. Mai 2012, 12:07 Uhr
"Die Menschheit wird versagen"
Nach 40 Jahren hat der Club of Rome einen neuen Bericht vorgestellt: "2052 – Die Welt in 40 Jahren". Autor Jørgen Randers entwirft eine düstere Zukunftsprognose: "Die Regierungen scheinen unfähig, die Klimakrise aufzuhalten."
Von Eva Mahnke [mehr...]
Sonntag, 12. September 2010, 19:01 Uhr
"Die Wirtschaft muss schrumpfen"
tarsands-raffinerie_falkbeyerIn Frankreich und anderen südeuropäischen Staaten hat sich in den vergangenen Jahren eine breite Debatte um Wachstumskritik entwickelt. Zunehmend gewinnt das Thema auch in Deutschland an Gewicht, der Bundestag wird in Kürze eine Enquetekommission einrichten, Attac plant für 2011 einen wachstumskritischen Kongress. Fragen dazu und zur "Degrowth"-Debatte an Alexis Passadakis vom Attac-Koordinierungskreis.
Interview: Hanno Boeck
[mehr...]
Mittwoch, 07. Dezember 2011, 13:30 Uhr
"Ich muss nur verrückt genug wirken"
Craig Jacobson hat wenig Zeit und eine große Mission. In Durban will der amerikanische  Doktorand mit so vielen Delegierten wie möglich sprechen. "Wir brauchen eine völlig neue Sichtweise auf den Klimawandel."  Das Porträt: Einer von 15.000
Von Eva Mahnke  [mehr...]
Montag, 01. September 2014, 14:15 Uhr
"Zeit für die schönen Dinge des Lebens"
BildWachstum ist heute ein Indikator für Erfolg: Je mehr produziert wird und je höher die Gewinnmarge, desto besser. Kritiker sehen es genau umgekehrt: Für Mensch und Umwelt ist gerade die Entschleunigung der Weg ins Glück, meint Unternehmensforscherin Jana Gebauer vom Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung. Immer mehr Unternehmen hätten das schon verstanden und würden auf "Besser statt mehr" setzen. Teil 1 unserer Serie zur "Degrowth 2014".
Interview: Susanne Götze
[mehr...]
Dienstag, 02. September 2014, 08:30 Uhr
Degrowth-Konferenz in Leipzig startet
BildDie vierte internationale Konferenz der Wachstumskritiker beginnt heute in der Universitätsstadt und erwartet 3.000 Teilnehmer [mehr...]
Donnerstag, 06. Juni 2013, 18:13 Uhr
Enquete-Kommission beendet Arbeit
Umweltverbände sind mit dem Ergebnis der Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" unzufrieden. Es sei fatal, dass die Abgeordneten sich nicht auf konkrete Maßnahmen gegen die Übernutzung der Ressourcen einigen konnten. Ein Verband legt eigene, detaillierte Vorschläge vor.
Von Michael Bittner [mehr...]
Montag, 09. Januar 2012, 13:02 Uhr
Harakiri Now
etscheidAuch die jetzige Finanzkrise soll mit eben jenen Mitteln bekämpft werden, die das Desaster überhaupt erst verursacht haben: endlose Schulden und endloses Wachstum. Wie dick muss es eigentlich noch kommen, bevor sich die Vernunft durchsetzen kann?
 Von Georg Etscheit [mehr...]
Sonntag, 22. April 2012, 10:23 Uhr
It's the Lebensstil, stupid! – Teil 2
Kein neues Handeln ohne anderes Denken oder kein neues Denken ohne anderes Handeln? Beim zweiten großen Diskussionsforum zum Thema Lebensstil auf dem McPlanet-Kongress in Berlin gibt der Sozialpsychologe Harald Welzer der "Leitkultur der Verschwendung" ordentlich Breitseite. Und fordert die Repolitisierung der Gesellschaft. 
Aus Berlin Verena Kern [mehr...]
Sonntag, 09. August 2015, 13:09 Uhr
Klimaschutz nur mit Abkehr vom Wachstum
BildAuftakt der Degrowth-Sommerschule im Rheinland. Sechs Tage lange geht es um alternative Formen des Wirtschaftens und Lebens [mehr...]
Freitag, 09. März 2012, 16:20 Uhr
Retten, was zu retten ist
Eine Arbeitsgruppe der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität" des Bundestags steht kurz vor ihrem Scheitern. Zu verhärtet sind die Fronten, zu ideologisch die Debatten. Die Vorsitzenden unternehmen nun einen Rettungsversuch - mit offenem Ausgang.
Von Eva Mahnke [mehr...]
Samstag, 24. November 2012, 14:07 Uhr
Samstag ist Kauf-Nix-Tag
Kurz vor Weihnachten soll sich die konsumwütige Gesellschaft noch einmal besinnen [mehr...]
Dienstag, 19. Juni 2012, 14:31 Uhr
Wider die Green Economy
Im Konferenzzentrum die Klimaanlage, beim Alternativgipfel die Meeresbrise: Zwischen den offiziellen Delegationen bei "Rio+20" und den Aktivisten gibt es nur wenige Berührungspunkte. Immerhin wagte UN-Umweltprogramm-Chef Achim Steiner einen Versuch.
Aus Rio de Janeiro Gerhard Dilger
[mehr...]
Montag, 13. Juli 2015, 09:24 Uhr
"China verspricht weniger, hält mehr ein"
BildChina will Klassenbester im Klimaschutz werden und führt einen landesweiten Emissionshandel ein, erklärt Zhu Dajian, Professor an der Tongji-Universität in Shanghai. Der Umweltökonom findet, dass China den USA bei grüner Technologie weit voraus ist. Bei den Klimaverhandlungen halte sich das Land lieber an Europa.
Interview: Susanne Götze [mehr...]
Montag, 14. April 2014, 11:02 Uhr
"Das fossile Modell läuft aus"
BildNach Vorstellung des neuen IPCC-Berichts: Kein Land verzichte freiwillig auf Wachstum, sagt der Umweltexperte Ernst Ulrich von Weizsäcker. Um die Blockaden beim Klimaschutz zu durchbrechen, müssten deshalb die Emissionen vom Wirtschaftswachstum entkoppelt werden – durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Dafür fordert Weizsäcker eine intelligente CO2-Steuer.
Interview: Joachim Wille [mehr...]

Werbung

Meinungen: Überraschung der Woche

Mythen der Energiewende, "Kosten-Tsunamis" und "Blackouts" durch Kohlekraft

BildKalenderwoche 27: Die Mythen über vermeintliche "Kosten-Tsunamis" durch die Energiewende werden immer noch öffentlich gepflegt, wundert sich Claudia Kemfert, Professorin am Deutschen Institut für Wirtschafts­forschung DIW und Mit-Herausgeberin von klimaretter.info. Die "Blackouts" und Abschaltungen im Nachbarland Polen, weil dort auf Kohle statt Erneuerbare gesetzt wird, schiebt man dagegen beiseite.
[mehr...]

Meinungen: Kommentar

Hoffnung für die Klimamaschine

Dilma Rousseff und Angela MerkelBrasilien ergrünt – und nimmt Klimaschutz endlich so ernst, wie es nötig ist. Das Schwellenland hat sich zur Dekarbonisierung bekannt, will die Erneuerbaren ausbauen und den Amazonas wieder aufforsten. Das sind gute Zeichen für den bevorstehenden Paris-Gipfel.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]

mehr...

Bild
Debattenserie

Deutschland und sein Klimaziel

Reicht das?" – fragt klimaretter.info in einer Debattenserie: Es geht um das 40-Prozent-Ziel der Bundesregierung. Die ersten 15 Prozent CO2-Reduktion ab 1990 waren nach dem Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft leicht zu erreichen. Dann wurde es schwieriger. Jetzt bleiben nur noch viereinhalb Jahre für die fehlenden 13 Prozent. Reichen die politischen Instrumente? [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Der Kohleindustrie das Geld entziehen

Großinvestoren wie Deutsche Bank, Allianz und Commerzbank sollen vor dem Weltklimagipfel in Paris öffentlich erklären, dass sie aus der klimaschädlichen Kohlefinanzierung aussteigen. Eine solche Zusicherung, ein "Paris Pledge", fordern Nicht­regierungs­organisationen jetzt von allen Banken. Bürger und Organisationen können online unterschreiben. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

BildUnabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Zurzeit finanzieren unsere Leserinnen und Leser rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem ermöglichten sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Lima. [mehr...]

Werbung


Neues vom Kooperationspartner
Solikon – Ökonomie geht auch anders
BildVom 5. bis 13. September findet der "Solikon 2015" statt, der Praxiskongress für solidarische Ökonomie und Transformation. Dann dreht sich an der TU Berlin alles um die vielfältigen Formen solidarischer Ökonomie und um konkrete Kooperationsweisen. [mehr...]

Handelsblatt: Die falsche Umlage

„Deutschlands Wirtschafts- und Finanzzeitung“ – wie das Handelsblatt in seinem Untertitel heißt – hat die Woche mit folgender Top-Story Das Handelsblatt schreibt: „Die Kosten der Energiewende belaufen sich für die Stromkunden auf 28 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Politik fürs deutsche Klimaziel - Reicht das?
Netzausbau - Die größte Baustelle der Energiewende
Klimawandel vor der Tür - Deutschland passt sich an
Degrowth 2014 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Das optimale Solardach finden
BildOb sich der Einbau einer Solaranlage lohnt, hängt auch stark vom Standort der jeweiligen Immobilie an. Bessere Auskünfte als die bisher vereinzelt vorhandenen Solardachkataster bietet das Projekt Solarmaps.de – vorerst für das Saarland und ab 2017 bundesweit. [mehr...]

Klimakonferenz-Specials

Bonn Juni 2015 - Der Fahrplan für Paris
Berlin Mai 2015 - Der sechste "Petersberger Dialog"
Was Lima wert ist - Meinungen und Analysen
Lima Dezember 2014 - COP 20 in Peru
Lima-Countdown - Die Welt vor Lima
New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Torys wollen Einspeisetarife drastisch kürzen

Die britischen Ökostrom-Ausbaupläne für 2020 seien bereits erfüllt, argumentiert die Regierung [mehr...]
Energie

Bild
AKW Fessenheim erneut mit Störung

Ein Reaktor des ältesten Atomkraftwerks Frankreichs nahe der deutschen Grenze wurde heruntergefahren [mehr...]
Protest

Bild
Nochten-Klage vor Bundesverwaltungsgericht

Gegner der Erweiterung des Tagebaus Nochten in der Lausitz ziehen vor das Bundesverwaltungsgericht [mehr...]
Wirtschaft

Bob Dudley, Chef von BP
Auch BP beeinflusste EU-Klimaziele

Lobbymacht: Neben Shell verhinderte ein Dutzend weiterer Fossilkonzerne verbindliche Vorgaben für den Ausbau der Erneuerbaren [mehr...]
Mobilität

Bild
Nachfrage nach Agro-Kraftstoffen sinkt

Die seit Jahresbeginn geltende Treibhausgas-Quote ist zu niedrig, klagt die Biokraftstoffindustrie [mehr...]
Forschung

Bild
Ozeane: Acht Zentimeter höher als 1992

Satellitendaten zeigen, dass der Meeresspiegel schneller steigt als noch vor 50 Jahren [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Dilma Rousseff und Angela Merkel
Hoffnung für die Klimamaschine

Brasilien ergrünt – und nimmt Klimaschutz endlich so ernst, wie es nötig ist. Das Schwellenland hat sich zur Dekarbonisierung bekannt, will die Erneuerbaren ausbauen und den Amazonas wieder aufforsten. Das sind gute Zeichen für den bevorstehenden Paris-Gipfel.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
"Es fehlt ein Klimaschutzgesetz"

"Reicht das?" – fragt klimaretter.info in einer Debattenserie. Es geht um das 40-Prozent-Ziel der Bundesregierung: Reichen die politischen Instrumente zur CO2-Reduktion? Teil 9: Das Fehlen eines Klimaschutzgesetzes ist fatal. Die Energiewende muss europäischer werden. Und über Alternativen für die Kohleregionen müssen wir öffentlich debattieren.
Ein Standpunkt von Frank Schwabe, klimapolitischer Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion
[mehr...]
Rezension

Bild
Was Klimawandel wirklich bedeutet

Die Dokumentation "ThuleTuvalu" wurde in Nordgrönland und im Südwestpazifik gedreht. Zwei Orte, die verschiedener nicht sein könnten – deren Schicksal aber untrennbar miteinander verknüpft ist. Schuld ist der Klimawandel.
Eine Filmkritik von Marlene Göring
[mehr...]
Kolumnen

Hendrik Sander
Die Klimabewegung braucht zwei Seelen

Die Aktion "Ende Gelände" mit ihrem zivilen Ungehorsam im Rheinischen Braunkohlerevier war ein Erfolg. Langsam, aber sicher kriselt es heftig in der fossilen Wirtschaft. Allerdings darf die Klimabewegung bei der Freude darüber nicht vergessen: Es kann nicht nur um einen Austausch von fossilen gegen grüne Konzerne gehen – die Energiewende muss sich der Systemfrage stellen.
Eine Kolumne von Hendrik Sander
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Mythen der Energiewende, "Kosten-Tsunamis" und "Blackouts" durch Kohlekraft

Kalenderwoche 27: Die Mythen über vermeintliche "Kosten-Tsunamis" durch die Energiewende werden immer noch öffentlich gepflegt, wundert sich Claudia Kemfert, Professorin am Deutschen Institut für Wirtschafts­forschung DIW und Mit-Herausgeberin von klimaretter.info. Die "Blackouts" und Abschaltungen im Nachbarland Polen, weil dort auf Kohle statt Erneuerbare gesetzt wird, schiebt man dagegen beiseite.
[mehr...]