Votet jetzt!
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Das Offshore-Beschleunigungs-Gesetz

Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreicheDie Gesetze zur Energiewende Gesetze verabschiedet - oft mit den Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist. Heute Teil 6: das Offshore-Beschleunigungsgesetz, das augenscheinlich für die Großkonzerne beschlossen wurde. Nach früheren Plänen hätten sich im Jahr 2010 bereits mehr als 2.000 Megawatt installierter Leistung in deutschen Hoheitsgewässern drehen sollen. Gerade einmal fünf Prozent waren davon realisiert.

Aus Berlin Nick Reimer

Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) war voll des Lobes. "Wir bauen bürokratische Hürden ab", erklärte der Minister, nachdem das "Gesetz zur Änderung schifffahrtsrechtlicher Vorschriften" im Juni das Kabinett passierte. Ramsauer nannte das als "Offshore-Beschleunigungsgesetz" bezeichnete Regelwerk einen "ersten und wichtigen Schritt beim Sofortprogramm zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung". Denn tatsächlich hinkt die Windenergie-Nutzung auf See weit hinter den Erwartungen zurück.


Der Windpark Roedsand II in der dänischen Ostsee. Hier investierte Eon. (Foto: J. Treblin)

Ursprünglich sollten 2010 bereits Hunderte Windräder mit einer Leistung von 2.000 Megawatt in den deutschen Hoheitsgewässern installiert sein. Tatsächlich sind gerade einmal 50 Windräder am Netz: 12 im Nordsee-Windpark alpha ventus, 21 im Ostsee-Park Baltic 1 und 17 vor Helgoland im Park Bart, der derzeit gebaut wird. Zum Vergleich: An Land waren es in Deutschland zum 1. Januar 2011 über 21.600 Windräder mit 27.125 Megawatt Leistung.

Die Energiewende im Gesetzestext

1. Was der Bundestag beschlossen hat
2. Das Gesetz zum Atomausstieg
3. Das neue EEG
4. Gesetz zur Beschleunigung des Netzausbaus
5. Gesetz zur Neuregelung energie-
    wirtschaftsrechtlicher Vorschriften

6. Offshore-Beschleunigungs-Gesetz
7. Regelungen zur Energieeffizienz
8. Der Energie- und Klimafonds
9. Das Gesetz zur energetischen Sanierung
10. Gesetz für eine klimagerechte Entwicklung
       in den Kommunen
11. Das KWK-Gesetz

Die Regierung hat ausgemacht, woran das liegt: an schleppenden Genehmigungsverfahren. Derzeit seien verschiedene Behörden für die Genehmigungen der Windfarmen vor der Küste zuständig. Mit dem "Ersten Gesetz zur Änderung schifffahrtsrechtlicher Vorschriften" wurde dies nun geändert. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) wird künftig als zentrales Amt die Genehmigung abwickeln. Auch die Verlegung von Stromkabeln - oft über 20, 30 Kilometer vor den Küsten - solle durch die Neuregelung vereinfacht werden. Als Ziel ist im Gesetz vermerkt, dass es "Vorratshaltungen von Genehmigungen für Offshore-Projekte zu vermeiden und die Genehmigungen zu 'bündeln'…" gedenkt. Heißt mit anderen Worten: Die Genehmigungen sollen einfacher werden - aber zugleich soll verhindert werden, dass sich Unternehmen nur deshalb Genehmigungen holen, um sich eine Gelegenheit offen zu halten, zu einem günstigeren Investitionszeitpunkt in ferner Zukunft zu bauen und zugleich Konkurrenten von einem sofortigen Bau an derselben Stelle abzuhalten.

Bei Enthaltung der Linksfraktion beschlossen Ende Juni die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, Bündnisgrüne und FDP den neuen Gesetzentwurf - also die Änderungen schifffahrtsrechtlicher Vorschriften in der vom Verkehrs- und Bauausschuss geänderten Fassung. Und? Kommt jetzt der große Offshore-Schub?

Falls er kommt, hat das zunächst wenig mit dem Genehmigungsverfahren für die Kraftwerksfelder auf hoher See zu tun. Augenscheinlich ist nämlich nicht das Genehmigungsprozedere Schuld am schleppenden Ausbau: Nach Angaben des genannten Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie sind derzeit 27 Windenenergieparks mit insgesamt 1929 Windrädern allein in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone AWZ genehmigt.

Zuletzt war im August der Windenergiepark Albatros in der Nordsee genehmigt worden. Auf einer Fläche von 39 Quadratkilometern können 79 Windenergieanlagen errichtet werden. Der Windpark wird Testfeld für sogenannte Schwerkraftfundamente werden.


Die Projekte in der Nordsee: Grün bedeutet "in Betrieb", gelb heißt "genehmigt", rot "im Genehmigungsverfahren. Blau unterlegt ist das deutsche Küstenterritorium, die "Ausschließliche Wirtschaftszone" beginnt hinter der gestrichelten Linie, bis dorthin sind die Bundesländer im Genehmigungsverfahren zuständig. (Grafik: dena)

"Dazu kommen noch eine Handvoll küstennaher Windparks", sagt Andreas Wagner von der Stiftung Offshore-Windenergie, einem Branchenverband speziell für Windräder zu Meer. Windparks, die bis zu zwölf Seemeilen vor der Küste - also noch vor Beginn der AWZ - errichtet werden, müssen nämlich nicht vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie genehmigt werden. Zuständig sind hier die Ämter der Bundesländer: Der Windpark Baltic 1 beispielsweise liegt 16 Kilometer vor der Küste - 8,64 Seemeilen - und damit noch nicht in der Ausschließlichen Wirtschaftszone. Die Genehmigung kam aus Schwerin.

"Schuld" sind weniger die Genehmigungsverfahren als vielmehr die Rendite-Erwartungen

"Das Problem des Offshore-Ausbau liegt weniger bei den Genehmigungsverfahren als vielmehr bei der Wirtschaftlichkeit", sagt denn auch Andreas Wagner von der Stiftung Offshore. Im internationalen Vergleich sei das deutsche Genehmigungsverfahren zwar ein sehr aufwendiges, weil detailreiches. "Aber international betrachtet, lief das Verfahren auch bislang schon recht zügig", so der Experte. Die Konzerne hatten vielmehr Sorge, mit der Offshore-Windkraft zu wenig Geld zu verdienen.

So liegt beispielsweise seit 13. Juni 2008 die Genehmigung zum Bau und Betrieb des Windparks "Borkum West" in der Nordsee vor. 80 Multibrid-Turbinen vom Typ M5000 mit einer Leistung von insgesamt 400 Megawatt könnten hier seit drei Jahren Strom produzieren. Bis heute dreht sich dort kein einziges Windrad: Der Stadtwerke-Verbund Trianel baut lieber ein Kohlekraftwerk in Krefeld. Und das, obwohl sich die Stadtwerke gern als Garant der Energiewende bezeichnen: Kohlekraftwerke lassen sich im Vergleich zu Offshore-Windkraftwerken sicher kalkulieren. Schließlich gibt es dafür Erfahrungen - anders als bei den Zu-Wasser-Kraftwerken.

Der Gesetzgeber hat deshalb auch hier noch einmal nachgebessert: Im neuen EEG, dessen neuen Tarife ab 2012 gelten, wird die Kilowattstunde Windstrom mit 15 Cent für zwölf Jahre vergütet - danach sinkt der Bonus. Neuerdings haben die Investoren aber auch eine Wahlmöglichkeit: Sie können sich auch 19 Cent je Kilowattstunde überweisen lassen - dann allerdings nur acht Jahre, bevor der Tarif absinkt. Zum Vergleich: Windräder zu Land bekommen nach dem neuen EEG 8,93 Cent je Kilowattstunde - und das nur fünf Jahre lang, ehe der Tarif sinkt.


Offshore vor der deutschen Ostseeküste: Grün bedeutet wiederum  "in Betrieb", gelb heißt "genehmigt", rot "im Genehmigungsverfahren. Blau unterlegt ist das deutsche Küstenterritorium, die "Ausschließliche Wirtschaftszone" beginnt hinter der gestrichelten Linie, bis dorthin sind die Bundesländer im Genehmigungsverfahren zuständig. (Grafik: dena)

Hauptproblem des Offshore-Ausbaus ist der Netzanschluss. Hier werden sogenannte HGÜ-Kabel verlegt - bei dieser "Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung" sind die Übertragungsverluste deutlich geringer als bei Wechselspannungs-Leitungen. Dafür gibt es bisher nur wenige Anbieter. "Der Windpark Baltic 1 in der Ostsee beispielsweise war schon im vergangenen Jahr fertig errichtet - das Kabel wurde aber erst in diesem Jahr verlegt", erklärt Andreas Wagner von der Stiftung Offshore. Das Problem: Hersteller dieser Leitungen könnten gar nicht so schnell liefern, wie die Nachfrage steige. 28 Monate Wartezeit seien keine Seltenheit, so Wagner.

Bis 2009 war rechtlich umstritten, wann wer den Netzanschluss legen muss. Der Bürgerwindpark Butendiek etwa scheiterte, weil sich Netzbetreiber Eon weigerte, die Windkraftwerke ans Netz anzuschließen. "Die Finanzierung stand - nur die Leitung für den Strom nicht", erinnert sich Hermann Albers, einer der Macher des Bürgerwindpark Butendiek und heutiger Präsident des Bundesverbands Windenergie: Netzbetreiber Eon hätte sie ausbauen müssen. Aber der Stromkonzern hatte natürlich kein Interesse, einen Konkurrenten anzuschließen. 

Immerhin hier könnte das neue Gesetz Vorteile bringen: Auch nach 2009 galten Details zur Netzanbindung als umstritten, die jetzt geklärt werden sollen. "Beschlossen wurde ein Rahmengesetz, die Details klären jetzt die Verordnungen dazu", erläutert Wagner. Noch im Herbst wird die Bundesnetzagentur dazu ein Konsultationsverfahren einleiten.

Wenig Ausbau-Neigung bei den "Großen Vier"

Ein anderer Grund, warum der Ausbau bislang so deutlich hinter den Planzielen zurückliegt, ist im deutschen Sonderweg zu finden. Anders als Länder wie Dänemark oder Großbritannien müssen deutsche Offshoreparks oft Dutzende Kilometer vor der Küste angelegt werden. Dadurch soll Natur geschützt und Akzeptanz bei Touristen, Fischern oder Anwohnern geschaffen werden: Praktisch sind die meisten Windfarmen so weit draußen angelegt, dass sie unsichtbar von der Küste aus sind.

Das allerdings ist mit oft großen Meerestiefen und damit großen Kosten verbunden: Fritz Vahrenholt, Chef der RWE-Ökostromsparte Innogy, beziffert die Kosten für den Park "Nordsee Ost" auf eine Milliarde Euro, 300 Megawatt sollen entstehen. Hochgerechnet ist diese Leistung beispielsweise mit einem Kohlekraftwerk billiger zu realisieren.

Bei solchen Investitions-Kosten müssen eigenständige Projektierer aufgeben, den "Großen Vier" RWE, Vattenfall, Eon und EnBW bleibt die Führerschaft. Zwar beteiligen sich an verschiedenen Projekten Stadtwerke oder private Investoren. Das Investitions-und Bau-Tempo aber geben die vier Giganten vor.


Die Bauarbeiten am Offshore-Windpark Baltic 1: EnBW nahm mit ihm den ersten kommerziellen Park in der deutschen Ostsee in Betrieb. (Foto: Matthias Ibeler)

Die hatten bis dato kaum Interesse an den neuen Kraftwerken zu Meer. Warum auch sollten sie ihren Kohle- oder Atomkraftwerken eigene Konkurrenz machen? Wenn das Netz mit Windstrom voll ist, müssten diese nämlich abgeschaltet werden. Die ausgerufene Energiewende dürfte nun die Interessenlage bei den "Großen Vier" geändert haben.

Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, wertet die Gesetzgebung deshalb auch als "Zugeständnis an die Großen". Dabei sei die Offshore-Technologie die teuerste Art der Windenergie. "Sinnvoller, als Wind von der Nordsee in die Verbrauchszentren zu transportieren, ist ihn dezentral in der Fläche zu ernten", so der Bündnisgrüne. Deshalb sei ein Offshore-Beschleunigungsgesetz auch der falsche Hebel. Fell: "Wer den Ausbau der Windenergie will, der muss die Genehmigungsverfahren an Land vereinfachen."

Dies könnte Sie auch interessieren:

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 08:03 Uhr
ABB verkabelt die Nordsee
Schweizer Konzern erhält Milliarden-Dollar-Auftrag zur Anbindung von Offshore-Windparks [mehr...]
Mittwoch, 04. April 2012, 17:35 Uhr
Bundesamt genehmigt Offshore-Anlagen
RWE kann Windpark "Innogy Nordsee 1" 40 Kilometer vor der Insel Juist bauen [mehr...]
Donnerstag, 23. Juni 2011, 16:03 Uhr
EEG: Das Problem mit der Degression
BUND und Bundesverband Windenergie (BWE) nehmen gemeinsam Stellung gegen die geplanten Kürzungen für Windenergie an Land. Differenzen um Offshore-Förderung: Der BWE unterstützt die Position der Bundesregierung, die Stiftung Offshore fordert noch höhere Vergütungen für Windkraft auf See zwecks höherer Renditen.
Aus Berlin Martin Reeh [mehr...]
Mittwoch, 18. Januar 2012, 12:18 Uhr
Noch nicht einmal 50 von 2.000
nick3 Der Ausbau der Offshore-Windkraft stockt - trotz üpiger Fördererhöhung durch die Bundesregierung. Schuld sind natürlich die Behörden, klagt RWE. Echt? Lesen Sie mal! [mehr...]
Dienstag, 05. April 2011, 11:22 Uhr
Offshore-Windpark Baltic jetzt am Netz
Erstes Projekt in der Ostsee bestand Netzsynchronisation [mehr...]
Mittwoch, 27. Januar 2010, 14:32 Uhr
Windenergie knackt 25.000-Megawatt-Marke
alpha_ventus_09Nach zwei Jahren Flaute wuchs die Windbranche im Jahr 2009 wieder deutlich: Im vergangenen Jahr wurden neue Anlagen mit einer Leistung von 1.900 Megawatt installiert - damit sind nun insgesamt 25.777 Megawatt am Netz. Auch der Startschuss des ersten deutschen Offshore-Windparks sorgt in der Branche für Optimismus.
Von Lars Dittmer [mehr...]
Freitag, 02. März 2012, 09:37 Uhr
"50 Monate für einen Netzanschluss"
Der schleppende Netzausbau auf hoher See bremst die Offshore-Energie aus. In einer eigens eingerichteten Arbeitsgemeinschaft "Beschleunigung" diskutieren deshalb seit Januar die wichtigsten Offshore-Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über Gründe und Lösungen. Die Stiftung Offshore-Windenergie koordiniert die Gespräche. Thorsten Falk, Sprecher der Stiftung, im Interview mit klimaretter.info.
Interview: Eva Mahnke [mehr...]
Donnerstag, 01. September 2011, 11:07 Uhr
Bau von Borkum West II beginnt
Offshore-Windpark soll spätestens 2013 ans Netz [mehr...]
Mittwoch, 25. Januar 2012, 18:33 Uhr
Das Ende von Fritz Vahrenholt
RWE entsorgt seinen Chef der Erneuerbaren-Sparte - just wenige Tage, bevor ein klimaskeptisches Buch von ihm erscheinen soll [mehr...]
Samstag, 25. Februar 2012, 12:22 Uhr
Das Nadelöhr auf hoher See
Die Offshore-Ambitionen der Bundesregierung und der tatsächliche Ausbau der Windenergie auf der See klaffen weit auseinander. Investoren, Netzbetreiber, Ämter und Projektentwickler beschuldigen sich gegenseitig, an der Verschleppung schuld zu sein. Was ist dran an den Vorwürfen?
Von Eva Mahnke [mehr...]
Dienstag, 05. Oktober 2010, 13:01 Uhr
Eins auf die Ohren
Schweinswal_1Windkraft contra Wale: Wenn Offshoreanlagen in den Meeresboden gerammt werden, können die Tiere verletzt werden. Schlimmstenfalls ist der Schalldruck so stark, dass Wale sterben. 
Aus Berlin Ricarda Schuller
[mehr...]
Donnerstag, 17. Mai 2012, 10:00 Uhr
Es bürgt der Bürger
Der Offshore-Ausbau auf hoher See stockt, weil nicht klar ist, wer für Einnahmeausfälle durch kaputte oder verspätete Stromkabel aufkommt. Die Versicherungswirtschaft ist nur zum Teil bereit, die Risiken zu übernehmen. Für das "Restrisiko" sollen nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums die Stromkunden zahlen. Auf ihrer Stromrechnung könnte sich bald ein zusätzlicher Posten finden.
Von Eva Mahnke [mehr...]
Freitag, 30. Dezember 2011, 15:38 Uhr
Mehr als 2.000 Offshore-Windräder genehmigt
Windlobbychef korrigiert Ausbauzahlen der Bundesregierung nach unten [mehr...]
Montag, 20. Februar 2012, 11:56 Uhr
Offshore-Krisengespräch in Bremen
In der Hansestadt klagt heute die Offshore-Branche der SPD ihr Leid. Dabei gibt es durchaus interessante Signale: Hochtief gründet eine Offshore-Tochter, Bielefeld kauft sich im Windpark Butendiek ein und EnBW sucht bei Stadtwerken um Beteiligungen nach.
Von Nick Reimer [mehr...]
Montag, 21. Mai 2012, 08:07 Uhr
RWE nimmt Offshore-Schiff in Betrieb
Die "Victoria Mathias" soll den Windpark "Nordsee Ost" 30 Kilometer vor Helgoland bauen [mehr...]

Werbung

Jahrestag
Das Fukushima-Dossier

11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab.  [mehr]


Aktion des Monats

Europa ohne Atomkraft

Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr]

Zu Ihrem Vorteil

Klimaretter abonnieren!

Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...]

Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende

Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende   Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]


Lexikon

Das ABC der Klimaretter

Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr]

Klimaretter-Beichtstuhl

Erleichtern Sie sich!

Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...]

Werbung

Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache

DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13


Werbung


Ressorts

Politik


EU-Kommission entlastet Industrie massiv

Ab dem kommenden Jahr dürfen die Mitgliedsstaaten großen Energieverbrauchern die Preissteigerungen für Strom abnehmen [mehr...]
Energie


Neue solare Rekorde

In Spitzenzeiten tragen Photovoltaikanlagen mittlerweile mit einer Leistung von 19.000 Megawatt zur Stromversorgung bei [mehr...]
Protest


Anti-Kohle-Camp in Schottland

Britische Klimaschützer mobilisieren gegen den Kohlebergbau in Douglas Valley [mehr...]
Wirtschaft


Offshore bietet 8.600 Jobs

Bundesregierung: Für den Technologiebereich gibt es noch keine spezifischen Aus- und Fortbildungsprogramme [mehr...]
Mobilität


Deutscher Flugverkehr drastisch angestiegen

Seit 2000 hat sich die Zahl der Flugpassagiere in Deutschland um knapp 40 Prozent erhöht [mehr...]
Forschung


"Pegasos" macht sich an die Arbeit

Luftschiff erforscht Zusammenhänge zwischen Atmosphärenchemie und Klimawandel [mehr...]
Umwelt


Total: Gasleck ist jetzt dicht

Schon nach zwölf Stunden meldet der französische Konzern den Erfolg seiner Abdichtungsmaßnahmen in der Nordsee [mehr...]
Ernährung


Klima-Fußabdruck für Rindfleisch

Die genossenschaftlich organisierte Firma Westfleisch: je Kilogramm entstehen 15,3 Kilogramm CO2-Äquivalente [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar


Treffer Röttgen - aber nicht versenkt

Er wollte Karriere über den Umweg der Provinz machen - und ist gescheitert. Nun fordert die Opposition seinen Rücktritt. Der aber wird nicht kommen.
Ein Kommentar von Nick Reimer
[mehr...]
Standpunkte


"KWK aus dem Schattendasein holen"

 Der Bundestag beschließt ein neues Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz: Schon wieder aber wird die dezentrale und hocheffiziente Mini-KWK-Technologie stiefmütterlich behandelt, analysiert Oliver Krischer, Sprecher der Bündnisgrünen für Energie- und Ressourceneffizienz in seinem Standpunkt. [mehr...]
Rezension


Kunst für ein richtig gutes Leben

Was ist ein "gutes Leben"? Was macht wirklich glücklich? In der Ausstellung "SurVivArt" in Berlin gehen Künstler aus verschiedenen Ländern diesen Fragen nach. Dabei stehen Projekte im Zentrum, die sich mit Klimawandel, Konsum und Gender-Rollen befassen.
Eine Rezension von Lea Wortmann
[mehr...]
Kolumnen

nick3
930 Euro für Angela Merkel

Mehr Geld für die Kanzlerin ist gut und richtig. Jetzt sollten als nächstes die Bezüge der Abgeordneten angehoben werden! Vielleicht hilft das ja, die Qualität der angebotenen Politik zu verbessern. [mehr...]
Überraschung der Woche


Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]