Preise .info-Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

"Die Institutionen reformieren"

Teil 2: Die Institutionen reformieren

nick3

 

Von Nick Reimer,
Chefredakteur von klimaretter.info

 

 

Man muss sich das noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: 130 Staats- und Regierungschefs sind vor Jahresfrist in Kopenhagen angereist, um der Welt ein neues Klimaschutzregime zu geben. 130 Staats- und Regierungschefs - unter ihnen selbstverständlich die mächtigsten der Welt - beugten sich tagelang über den Verhandlungstext: Sie leisteten damit jene Arbeit, die eigentlich die politischen Packesel hatten leisten sollen. 130 Staats- und Regierungschefs sagten auch mit völlig übermüdeten Gesichtern Sätze in die Kameras, wie "Der Einigungswille ist erkennbar". 

Und dann sind die 130 Staats- und Regierungschefs abgereist - ohne neuem Pakt, ohne erfolgreiche Arbeit, ohne Siegerlächeln, Kompromiss oder wenigstens einem ruhigen Gewissen.Wann hat es jemals in der Menschheitsgeschichte eine vergleichbare Blamage der politischen Klasse gegeben?

Aber Kopenhagen ist vermutlich gar nicht am fehlenden Einigungswillen der 130 Staats- und Regierungschefs gescheitert. Der Fehler liegt vermutlich im System: Einerseits wurde über das falsche Thema gesprochen. Es geht in der Klimadiplomatie eigentlich nur sekundär um die Erderwärmung. Primär geht es um knallharte Wirtschaftspolitik: 700 Gigatonnen Treibhausgase verträgt die Atmosphäre noch, will die Politik das zwei-Grad-Ziel nicht überschreiten. Und weil Wirtschaftswachstum immer noch gleichbedeutend mit dem Energieverbrauch ist, lautet die Frage, wer von diesen 700 Gigatonnen Wirtschaftswachstum welchen Kuchenteil abbekommt.

Macht die Welt so weiter wie derzeit, wird der 700 Gigatonnen-Kuchen Mitte der 2020er Jahre aufgebraucht sein. Können Klimadiplomaten über die Aufteilung überhaupt entscheiden? Oder - und das ist der zweite Fehler im System - müssten nicht vielmehr die Wirtschaftswissenschaftler, Konzernchefs, Wirtschaftsminister und Lobbyisten darüber verhandeln?

Was wir brauchen, ist ein Neuanfang der Klimadiplomatie - mit neuen, starken Institutionen, die gewillt sind, Regeln aufzustellen und deren Einhaltung zu kontrollieren. Als Erstes müssen die Staaten der Welt das UN-Umweltprogramm UNEP aufwerten und zu einer eigenständigen Behörde ausbauen. Nach dem Vorbild der Weltgesundheitsorganisation WHO könnte eine solche UN-Behörde die bisher zerstreuten Kompetenzen bündeln und bräuchte nicht mehr für jedes einzelne Projekt aufs Neue um Geld betteln.

Als Zweites brauchen wir einen UN-Klimasicherheitsrat - nach dem Vorbild des UN-Sicherheitsrats. Dieser trägt nach der Charta der Vereinten Nationen "die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit". Zweifellos bedroht die Erderwärmung den Weltfrieden: Schon heute werden Kriege um Wasser oder Erdöl geführt - etwa im Sudan, in Nigeria oder Palästina. Und längst fordern die extremeren Wetterverhältnisse mehr Todesopfer als der internationale Terrorismus. Die Hurrikansaison 2005 etwa, die schwerste seit Beginn der Wetteraufzeichnung, kostete mit weit über 3.000 Opfern mehr Menschenleben als der 11. September 2001.

Eine Welt, neun Fraktionen

In den neuen UN-Klimasicherheitsrat könnten neun ständige Mitglieder berufen werden. Dessen Sitze sollten sich an den ohnehin bestehenden "Fraktionen" der Klimadiplomatie orientieren: Erstens: die Koalition der Schwellenländer wie Brasilien, China, Indien, Südafrika oder Indonesien. Zweitens: die Gruppe der kleinen Inselstaaten, die teilweise in ihrer Existenz bedroht sind. Drittens: die Afrikanische Union, um die speziellen Probleme dieses Kontinents zu artikulieren. Viertens: die Mercosur-Staaten in Mittel- und Südamerika. Fünftens: der südostasiatische Zusammenschluss Asean. Sechstens: die arabisch dominierte Opec. Siebtens: ein Gremium für die Staaten der einstigen Sowjetunion. Achtens: die übrigen Staaten der "Umbrella-Group" um Japan, Kanada und die USA. Neuntens schließlich die Europäische Union.

Natürlich bevorteilt eine solche Sitzverteilung den Süden. Aber das ist nur gerecht. Denn die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden am stärksten unter dessen Folgen. Um den Großmächten ein angemessenes Gewicht zu verleihen, sollten dem Klimasicherheitsrat noch fünf nichtständige Mitglieder angehören, die von den G-20-Staaten entsandt werden. Einen nichtständigen Vertreter könnten zudem die indigenen Völker, die von der Eisschmelze in der Arktis bis zum Abholzen des Regenwaldes besonders betroffen sind, stellen. Ergänzt werden könnte die Runde durch die Organisatoren der Klimakonferenz - je einen Vertreter des UNFCCC-Sekratariats in Bonn (United Nations Framework Convention on Climate Change) sowie den Umweltminister jenes Landes, das die nächste Klimakonferenz ausrichtet. Anders als im UN-Sicherheitsrat dürfte im neuen Klimarat aber niemand über ein Vetorecht verfügen.

Truppen gegen Brandrodungen

Praktisch könnte die Arbeit des neuen Gremiums so aussehen: Russland ruft den UN-Klimasicherheitsrat an, weil Deutschland sein Kyoto-Ziel nicht schafft. Im Entwurf für die UN-Resolution K 72 wird Berlin ein Handelsembargo angedroht, falls es nicht umgehend etwas unternimmt. Oder Bolivien ruft den Rat an, weil Brasilien die Brandrodung des Amazonas-Regenwaldes nicht stoppt. In UN-Resolution K 73 wird daraufhin die Entsendung einer internationalen Schutztruppe beschlossen, falls die brasilianische Regierung das Problem nicht innerhalb einer festgesetzten Frist löst.

Erste und wichtigste Aufgabe des UN-Weltklimarates ist, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie die Klimaverhandlungen künftig auf eine neue Grundlage gestellt werden können. In der Vergangenheit nämlich basierten das Kyoto-Protokoll und alle anderen Gespräche auf historischen Besitzständen ("Grandfathering" heißt das Prinzip unter Fachleuten). So verpflichteten sich die Industriestaaten zu Reduzierungen ihrer Emissionen von 1990 - und erwarteten dafür großes Lob. Woraus aber, fragen Entwicklungs- und Schwellenländern ihrerseits, woraus leiten 20 Prozent der Weltbevölkerung im reichen Norden eigentlich das Recht ab, mehr als 60 Prozent des weltweiten Kohlendioxidausstoßes zu verursachen?

Globaler Gerichtshof fürs Klima

"Klimaschutz braucht mehr Gerechtigkeit", fordert die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai. Deshalb ist eine weitere Aufgabe des UN-Klimasicherheitsrats, eine Judikative zu entwickeln - so wie es einen Internationalen Seegerichtshof in Hamburg gibt oder den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, braucht die Welt einen Internationalen Klimagerichtshof. Dessen Rechtsgrundlage müssten vom Weltklimarat erarbeitete Statute sein, damit der Gerichtshof strittige Fragen der Klimadiplomatie entscheiden kann.

Denn nie wieder sollte ein Weltklimagipfel über Fragen wie diese debattieren müssen: Tragen Eukalyptusplantagen in Spanien in gleichem Maße wie Teakholzplantagen in Indonesien zum Klimaschutz bei? Auf den ersten Blick eine Lappalie. Auf den zweiten Blick aber wichtig, weil sich Spanien und Indonesien diese Plantagen auf ihre Versprechen zur Reduktion von Treibhausgasen anrechnen dürfen.

Dem UN-Klimarat muss es darum gehen, die jährlichen Klimagipfel von zähen Detailfragen zu entlasten. Ob und wie man ein internationales meteorologisches Austauschsystem einrichtet, wer es mit welchem Anteil finanziert - dazu bedarf es keiner jährlichen Weltklimakonferenz. Diese Konferenzen werden stattdessen das demokratische Zentrum der Weltklimapolitik. Dort bekommen künftig nur noch Staats- und Regierungschefs Zutritt. Denn aller Erfahrung nach entwickeln solch hochrangige Runden eine ganz andere Dynamik als die bisher üblichen Treffen von Staatssekretären und Fachministern, von Referats- und Unterabteilungsleitern.

 

Bislang in unserem Cancún-Countdown:

Noch 9 Tage: CDM - Klimaprojekte mit bitterem Nebengeschmack
Noch 10 Tage:
Der Stand der Wissenschaft - 2010 steuert auf einen Rekord zu
Noch 11 Tage: Wozu noch Klimakonferenzen? Beginn einer Debatten-Serie
Noch 12 Tage: Neuer Anlauf in Mexiko - worum es in Cancún geht

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Mittwoch, 17. November 2010, 08:00 Uhr
Ein neuer Anlauf in Cancún
Noch 12 Tage bis zum Weltklimagipfel in Cancún: Warum gibt es eigentlich Klimakonferenzen? Warum war Kopenhagen so wichtig? Und warum eigentlich ist Cancùn die letzte Chance?
Von Nick Reimer
[mehr...]
Dienstag, 08. Juni 2010, 08:50 Uhr
Klimaverhandlungen in der Sackgasse
IMG_3093 Die USA haben noch immer kein Klimagesetz, die EU sieht sich außerstande, ihr Klimaziel zu erhöhen und China besetzt den Markt für grüne Technologien. Fortschritte bei den Klimaverhandlungen sind derweil nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Sogar der scheidende Klimachef Yvo de Boer hat ein ambitioniertes Abkommen bereits abgeschrieben.
Aus Bangkok CHRISTIAN MIHATSCH
[mehr...]
Samstag, 09. Oktober 2010, 07:01 Uhr
Tianjin: Der Ton wird schriller
Prozedurale Tricks und Auseinandersetzungen über die Medien haben bei den Klimaverhandlungen in Tianjin die ruhige Geschäftigkeit der ersten Tage abgelöst. Streitigkeiten gibt es zwischen China und den USA.
Aus Tianjin Christian Mihatsch [mehr...]
Dienstag, 09. November 2010, 16:33 Uhr
5,7 Billionen US-Dollar für die Erneuerbaren
"World  Energy Outlook 2010" der Internationalen Energie-Agentur: Der rapide steigende Energiebedarf Brasiliens, Chinas und anderer Schwellenländer wird die Ölpreise in den kommenden 25 Jahren explodieren lassen. Und: Der Anteil regenerativer Erzeugungsarten an der weltweiten Stromproduktion wird laut IEA bis 2035 auf gut ein Drittel wachsen.
Von Nick Reimer [mehr...]
Dienstag, 01. März 2011, 13:43 Uhr
UN-Klimachefin drängelt Regierungen
Erstmals nach der COP16 in Cancun trifft sich die Klimadiplomatie im April in Bangkok wieder. Neue Internetseite des UN-Klimasekretariats bilanziert die Entwicklungen bis zum nächsten Klimagipfel in Durban.
Von Sarah Messina
[mehr...]
Montag, 05. September 2011, 07:03 Uhr
"Die Klimapolitik steckt in der Krise"
UNEP-Chef Achim Steiner sieht das Zwei-Grad-Ziel in Gefahr, sollte es auf der Klimakonferenz in Durban keine Einigung geben [mehr...]
Montag, 17. Januar 2011, 07:49 Uhr
"Eine Schlüsselfrage für die Gesellschaft"
Am heutigen Montag konstituiert sich die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität. Klimaretter.info sprach mit Kommissions-Mitglied und SPD-Vordenker Michael Müller. Interview von Johanna Treblin [mehr...]

Meinungen: Standpunkte

Wie grün ist Joachim Gauck?

Der "Präsident der Herzen" wird Nachfolger von Christian Wulff. Zu ökologischen Themen hatte der frühere DDR-Bürgerrechtler bislang wenig zu sagen. Zwar hat er einst die Umweltbewegung im DDR-Untergrund gefördert, Gaucks ökologische Einlassungen seitdem sind aber ein gesammeltes Schweigen. Von Georg Etscheit [mehr...]

Meinungen: Ott Macht Politik

Wie US-Firmen die Klimapolitik unterlaufen

hermann Fossile Unternehmen versuchen, Zweifel an den Erkenntnissen der Klimawissenschaftlen zu streuen. Diese an sich kaum überraschende Erkenntnis wird jetzt durch interne Dokumente des Heartland-Instituts bestätigt. [mehr...]

mehr...

Werbung

Jahrestag
Ein Jahr Fukushima

11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab.  [mehr]


Zu Ihrem Vorteil

Klimaretter abonnieren!

Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...]

Durban 2011

Klimakonferenz Durban

Was war die 17. UN-Klimakonferenz - eine weitere Pleite der Diplomatie oder der Startschuss für das bitter nötige globale Klimaabkommen? Alle Berichte unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten aus Südafrika können Sie im Durban-Dossier nachlesen.  [mehr]

Neue Klimaretter-Serie 
Die Gesetze der Energiewende

Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit  Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist.


Lexikon

Das ABC der Klimaretter

Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr]

Klimaretter-Beichtstuhl

Erleichtern Sie sich!

Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...]

Werbung

Katastrophenschutz: Unwetter ohne Ursachen?

Aufklärung kann vor unschönen Überraschungen schützen – das gilt für moderne technische Gerätschaften ebenso wie für körperliche Liebe oder Naturkatastrophen. Deshalb hat nun das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Aufklärungsschrift herausgebracht. Titel: Detailliert wird darin erklärt, wie es zu[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13


Werbung


Ressorts

Politik


Bürger stehen hinter dem EEG

Emnid-Umfrage: Zwei Drittel halten Zubautempo bei Solaranlagen nicht für zu hoch [mehr...]
Protest


Menschenkette gegen Datteln 4

Bürgerinitiativen und Umweltverbände wollen am 17. März gegen das juristisch umstrittene Kohlekraftwerk protestieren [mehr...]
Wirtschaft


Siemens setzt auf Meeresenergie

Konzern übernimmt Mehrheit am britischen Gezeitenturbinenhersteller Marine Current Turbines [mehr...]
Mobilität


Moskau plant den Gegenangriff

Gruppe von Staaten trifft sich, um über Maßnahmen gegen Einbeziehung ihrer Fluggesellschaften in Europäischen Emissionshandel zu beraten [mehr...]
Forschung


Thüringen investiert in Stromspeicher

Mit insgesamt 600.000 Euro soll die Umwandlung von Elektrizität in Methan erforscht werden [mehr...]
Umwelt


Shell-Plan für Arktis-Bohrung genehmigt

Das Innenministerium der Vereinigten Staaten genehmigt einen Notfallplan des Ölkonzerns [mehr...]
Wohnen


Anbieterwechsel wird erleichtert

Der Wechsel von Strom- und Gasanbietern geht künftig schneller - nur noch zwei Wochen Kündigungsfrist [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar


Der Öko-Bundespräsident

Joachim Gauck wird Bundespräsident. Wahrscheinlich der richtige Mann, um das ramponierte Ansehen des Amtes und der Politik an sich zu heben. Aber ist er auch derjenige, der die wirklich wichtigen Zukunftsthemen setzen wird? Ein Tipp: Rat bei Klaus Töpfer holen.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte


Wie wär's mit einer grünen FDP?

Die erste Umweltpartei Deutschlands war - man mag es kaum glauben - die FDP. Es waren liberale Innenminister, die die Umweltpolitik begründeten. Heute kämpft der FDP-Chef gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das eine auch ökonomische Erfolgsstory ist. Dabei könnte "ein grüner Wirtschaftsliberalismus in einem ergrünten Deutschland durchaus Zukunft haben", schreibt der Buchautor und Fernsehmoderator Franz Alt in einem Offenen Brief an Philipp Rösler [mehr...]
Rezension


Die Radio-Aktivisten

Seit über 30 Jahren gab es in Japan keine solchen Demonstrationen: Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat auch das politische Bewusstsein der Bevölkerung geändert. Der Dokumentarfilm "Radioactivists" versucht die neue Anti-AKW-Bewegung zu verstehen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Kolumnen


Geliebter Feind

Es ist schön, wenn man ein Feindbild hat. An meinem gehe ich jeden Morgen beim Hundespaziergang vorbei. Es liegt an einer Straßenecke ganz in der Nähe und ist eine Werbeagentur. [mehr...]
Überraschung der Woche


Die FDP, Reststoffe und Großspender

Kalenderwoche 7: Gero Lücking, Vorstand beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info, empfiehlt ein sachgemäßes Kürzen der Vergütungen von Biogas-Anlagen. Obwohl Lichtblick selbst solche Anlagen nutzt. [mehr...]