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Rundbrief 08/08

2008-08-07 00:53:49

Liebe KlimaretterIn,

dies ist ein Sommerrundbrief, der den Abschluss einer großen Baustelle vermelden kann: Seit wenigen Tagen sieht unser Online-Portal für Klimaretter anders aus. Im Laufe des vergangenen Jahres sind wir so schnell gewachsen, dass die alte Gliederung unübersichtlich geworden war - die vielen Angebote waren auf der Startseite gar nicht alle unterzubringen.

 

Die beiden größten Neuerungen: Unsere Hauptrubriken wurden umbenannt und leicht verändert. Und zu jeder einzelnen gibt es nun eigene Übersichtsseiten, auf denen gebündelt ist, was das Internetmagazin in den einzelnen Ressorts bietet. Auf der Überblicks-Page „Nachrichten" zum Beispiel haben wir die einzelnen Themenbereiche wie „Politik" oder „Protest" klar gegliedert. Vollkommen neu ist ein „Buffet" unserer erfolgreichsten Inhalte am rechten Rand der Seite. Und etwas mehr Werbung, denn das Portal soll sich in absehbarer Zeit selbst tragen.

 

Seit 1. August ist die neue Klimaretter-Seite nun online. Erfahrungsgemäß bringen Umstellungen einige Probleme mit sich, die wir zu entschuldigen bitten. Bitte schreiben Sie uns hier, was sie freut, was sie stört - und was noch besser werden kann. Und hilfreich bleibt natürlich, dass Sie uns weiter empfehlen.

 

Nach diesem Vorspann nun aber der gewohnte Rundbrief. Er ist diesmal sehr aktionslastig - aber das lässt sich Zeiten wie diesen kaum vermeiden.

 

INHALT:
1. Interview mit Australiens Umweltminister Peter Garrett
2. Aktion des Monats: „Retten Sie den Regenwald!"
3. „Licht an": Zwischenspurt zum 33.333 Klimaretter

4. „Atomkraft nein Danke" - noch eine Aktion

5. „Kohlekraft: Nein Danke!" - die Klimaretteraktion geht weiter

6. Ein Reisetipp für Berlin: J. Henry Fair

7. Noch ein Reisetipp: 15. bis 24. August - Klimacamp in Hamburg

8. Die Nachrichten

 

 

1. „Wie könnt ihr tanzen, wenn die Welt brennt?"

  

Peter Garrett gehörte zu jenen Musikern, die in die Kategorie Megastars fallen. Mit seiner australischen Gruppe „Midnight Oil" verkaufte er vor allem in den 90er Jahren Millionen von Platten - und dann wechselte der Rocker in die Politik: Vor einem Jahr, nach dem Wahlsieg von Labour, übernahm er als neuer Umweltminister Australiens ein schweres Erbe, denn die Vorgängerregierung hatte den Klimawandel schlichtweg ignoriert.

 

„Die Wasserknappheit und die steigenden Temperaturen haben in Australien ein Gebiet hervorgebracht, das wir "Aussterbegürtel" nennen - einen Landstreifen von Queensland bis nach Westen", erzählt Garrett im Interview mit wir-klimaretter.de. „Im vorletzten Sommer gab es Wasserrationierungen in den meisten unserer größeren Städt. Für Europäer ist möglicherweise schwer vorstellbar, dass ein entwickeltes Industrieland so verwundbar sein kann. Das Bewusstsein in Sachen Klimawandel bei uns ist größer als je zuvor, das quält die Australier wirklich!"  weiter...

 

siehe zum Thema auch:

Kohleprotest in Australien

Ein Hintergrund zur Lage down under 

 

 

2. Aktion des Monats: „Retten Sie den Regenwald!"

 

Es geht um 20.000 Hektar Tropen. Die sollen im ökologisch unersetzbaren Tana-Fluss-Delta in Kenia abgeholzt werden - um Zuckerrohrplantagen zur Agrospritproduktion Platz zu machen, dessen Ertrag auch für den europäischen Markt gedacht ist. Kenias Regierung glaubt, damit etwas Gutes zu tun - für ihr Land, das Arbeitsplätze braucht, und für Europa, das nach „sauberem" Sprit dürstet. Klären Sie diesen Irrtum auf! Schreiben Sie an die „National Environmental Management Agency" in Kenia - die Organisation „Rettet den Regenwald!" hat einen Protestbrief entworfen, den Sie mit wenigen Klicks versenden können.

 

 

 

3. „Licht an": Zwischenspurt zum 33.333 Klimaretter

 

Im Dezember 2007 riefen Wir Klimaretter zusammen mit einer Reihe von Partnern eine Gegenaktion zum „Licht-aus!"-Aufruf der Bild-"Zeitung" ins Leben: „Licht an - aber richtig!" Bis Redaktionsschluss des Newsletters hatten sich 33.291 Menschen daran beteiligt. Die Mailaktion an Angela Merkel und Kai Dieckmann ist zwar längst beendet, aber der Rest läuft weiter. Wechseln Sie zu Ökostrom (aber zu richtigem)! Und steigen Sie um auf Energiesparlampen (auch in Klimaretter-Haushalten finden sich meist noch alte Glühbirnen).

 

Wir schaffen die 33.333! Die ersten drei Klimaretter, die über diesen Link ein Päckchen Energiesparlampen der CO2-Kampagne bestellen oder hier zu einem der von uns empfohlenen unabhängigen Ökostrom-Anbieter wechseln, erhalten etwas zu Lesen: ein aktuelles Umwelt- oder Klimabuch, wie wir sie in der demnächst geplanten Literaturecke unseres Online-Magazins rezensieren werden. Also, bestellen Sie jetzt! Und leiten Sie die Bestellbestätigung der CO2-Kampagne mit Ihrer Adresse per Mail an uns weiter: redaktion@wir-klimaretter.de. Oder schicken Sie uns eine Kopie Ihres Stromwechselformulars. Die ersten drei Eingänge gewinnen. Und das Klima sowieso...

 

 

4. Aktion: „Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg!"

 

Eigentlich sollte der vor Jahren vereinbarte Atomkonsens in diesen Jahren so richtig zu wirken beginnen: Vier Reaktoren stehen vor der Abschaltung. Doch die Atomlobby will längere Laufzeiten für ihre AKWs durchsetzen - und den Atomausstieg verschieben, als erstes auf den Tag nach der nächsten Bundestagswahl, bei der sich Eon, RWE, Vattenfall & Co. einen Sieg von Union und FDP wünschen.

 

Strom aus abgeschriebenen AKWs ist ein „Bombengeschäft" für die Konzerne, deshalb lobbyieren sie heftig und haben zur Einschüchterung der Öffentlichkeit „die Stromlücke" erfunden. Dass schneller Atomausstieg UND gleitender Kohleausstieg zugleich möglich sind, hat Bernward Janzing erst kürzlich nocheinmal in der taz vorgerechnet. Sagen Sie öffentlich, dass Sie zum Atomausstieg stehen! Machen Sie mit bei der neuen Campact-Aktion, die auch von Wir Klimaretter unterstützt wird.

 

 

5. Und nicht vergessen: „Kohlekraft: Nein Danke!"

 

Auch den Gesetzesvorstoß gegen neue Kohlekraftwerke, den wir im Frühjahr mit den Kollegen von Campact und der Deutschen Umwelthilfe gestartet haben, läuft weiter. Mehr als 14.000 Menschen haben bislang unterschrieben und Klimaminister Sigmar Gabriel aufgefordert, mit einer einfachen Ergänzung des Bundesimmissionsschutzgesetzes neue Kohlekraftwerke zu verhindern. Falls Sie noch nicht dabei waren: Klick

 

 

6. Die Wunden der Erde zeigen

 

Der Fotograf J. Henry Fair verdient sein Geld mit "schönen" Porträts. In seinem New Yorker Studio sitzen die Stars der klassischen Musikszene vor der Kamera: Dirigenten, Virtuosen, Operndiven. Daneben lichtet Fair auch "hässliche" Sachen ab: Vor zehn Jahren begann er, die Erde überall dort zu fotografieren, wo der Mensch "ihr etwas antut".

 

Kürzlich bestieg Henry Fair in Strausberg bei Berlin eine Cessna, um über die Lausitz in Südbrandenburg zu fliegen, wo Vattenfall mit seinen Braunkohletagebauen Wunden in die Erde schlägt. "Ich habe in North Carolina fotografiert. Über Kanada. Ich war über Spanien, in Polen, Louisiana. Aber das hier ist doch etwas sehr Besonderes", sagt er. Seine Aufnahmen sind in der Fotoausstellung "Tanz auf dem Vulkan" in der Berliner ifa-Galerie zu sehen, die bis zum 12. Oktober in der Linienstraße 155 in Mitte zu sehen sind. mehr ...

 

noch mehr auf Fairs Homepage: http://www.industrialscars.com/

 

 

7. Erstes deutsches Klimacamp in Hamburg

 

Erstmals soll vom 15. bis 24. August auch in Deutschland ein Klimacamp stattfinden, 2.000 bis 3.000 Klimaretter werden erwartet. Doch der genaue Ort steht noch nicht fest, weil sich das schwarz-grün regierte Hamburg ziert mit der Freigabe eines geeigneten Geländes. Unter anderem ist eine Besetzung des Bauplatz für das Vattenfall-Kohlekraftwerk in Moorburg geplant.

 

Die Camper haben angekündigt, auf jeden Fall in die Hansestadt zu kommen. Und auf www.wir-klimaretter.de werden wir ab 15. August aus Hamburg berichten.

 

mehr zu: Klimacamps im Ausland 

 

 

 

8. Nachrichten und Hintergründe

Täglich aktuelle Meldungen rund um den Klimaschutz finden Sie auf www.wir-klimaretter.de - weil dieser Rundbrief schon so lang ist, hier ausnahmsweise nur drei Lese-Empfehlungen

 

Aller schlechten Dinge sind drei

Nach der belgischen Electrabel und der deutschen Südweststrom plant nun mit der Getec aus Hannover der dritte Investor ein neues Steinkohlekraftwer im Bayer Industriepark Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) Steinkohlekraftwerk mehr...

 

Afrikanischer Solarstrom für europäische Steckdosen

Der EU-Gipfel zur Gründung einer "Union für das Mittelmeer" stellte erste Weichen für die Realisierung einer "Trans Mediteranean Renewable Energy Cooperation (TREC) mehr...

 

Beten gegen den Benzinpreis

In Washington haben sich Christen entschlossen, nebst dem Bösen das Übel im weiteren Sinne zu bekämpfen, konkret: etwas gegen die ständig steigenden Benzinpreise zu tun   mehr...

 

 

... und ganz zum Schluss noch "das Letzte" von unserem Klima-Lügendetektor:

1. Audi, BMW & Co.: Das sind nicht 'unsere Autos'

2. E.on WasserKraft: Alter Strom in neuen Schläuchen

3. Erwin Huber in der BamS: Lügen für die Atomkraft


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Jahresrückblick
2011: Das Jahr der Rekorde

Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, Bundeskanzlerin Angela Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Hamburger Mucken auf. Neuer Schmelzrekord in der Aktis, neuer Emissionsrekord in der Atmosphäre und so viel Flugpassagiere wie noch nie - der Jahresrückblick 2011. [mehr]


Aktion des Monats

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Durban 2011

Klimakonferenz Durban

Was war die 17. UN-Klimakonferenz - eine weitere Pleite der Diplomatie oder der Startschuss für das bitter nötige globale Klimaabkommen? Alle Berichte unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten aus Südafrika können Sie im Durban-Dossier nachlesen.  [mehr]

Neue Klimaretter-Serie 
Die Gesetze der Energiewende

Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit  Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist.


Lexikon

Das ABC der Klimaretter

Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr]

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Bild & Vahrenholt: Die Lüge von der CO2-Lüge

Der Chef des Springer-Verlags, Matthias Döpfner, hat vor Jahren mal über sein Boulevardblatt Bild gesagt: „Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten.“ Das betrifft offenbar nicht nur Promis, sondern auch[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13


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