Claassen tritt bei Solar Millenium zurück
Utz Claassen, ehemaliger Vorstandschef des Energiekonzerns EnBW, legt nach wenigen Wochen sein Amt bei Solar Millenium wieder nieder. Gründe für seinen Schritt gab er keine an. Die Aktie des Unternehmens fiel in den letzten Tagen um etwa ein Drittel.
Im Dezember hatte Solar Millennium den ehemalige EnBW-Chef Claassen als Vorstandsvorsitzenden gewinnen können. Claassen hatte zuvor als EnBW-Chef auf Atomkraft und fossile Energie gesetzt, insofern galt sein Wechsel zu Solar Millennium auch als Signal an die Energiewirtschaft, den Solarsektor ernst zu nehmen. Claassen hatte sich bei seinem Einstieg bei Solar Millennium allerdings die Möglichkeit offen gehalten, innerhalb einer definierten Übergangsfrist ohne Angabe von Gründen zu kündigen.

Utz Claassen (rechts) als EnBW-Chef schüttelt dem damaligen BDI-Präsidenten Jürgen R. Thumann die Hand. Und viele glaubten, dass Milleniums-Chef Utz Claassen die Solarwirtschaft zur "großen Wirtschaft" machen wird. (Foto: EnBW)
"Der Weggang kam für den Aufsichtsrat unerwartet. Wir respektieren die Entscheidung und begrüßen, dass er dem Unternehmen weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben möchte." so der Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Pflaumer. "Der Aufsichtsrat wird die Geschäftsverteilung im Vorstand zeitnah neu ordnen, um so den nachhaltigen Wachstumskurs der Solar Millennium AG weiter sicherzustellen."
Solar Millenium ist einer der führenden Hersteller solarthermischer Kraftwerke. So betreibt der Konzern etwa das spanische Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol I, das größte Solarkraftwerk der Welt. Solarthermischer Kraftwerke gelten als der Schlüssel etwa für das Desertec-Projekt. Mehr dazu lesen Sie HIER:
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