Klimawandel verstärkt die Wüstenbildung
Einem Drittel der weltweiten Agrarfläche ist nach Angaben der UNO von der Erderwärmung bedroht. Wegen geänderten klimatischen Bedingungen, häufigeren Stürmen und ausbleibenden Niederschlägen ist damit die Existenz von weltweit einer Milliarde Menschen bedroht, erklärten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am heutigen Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung. 30 Prozent aller Feldfrüchte, die weltweit konsumiert werden, stammten den Angaben zu Folge aus Trockengebieten. Heute zeigen bereits drei Viertel der Weidelandflächen Anzeichen von Verwüstung.

Aufforstungsmaßnahmen gegen Wüstenbildung in Senegal (Foto: Wikipedia)
Da in den Trockenböden enorme Mengen Kohlendioxid gespeichert sind, wirkt die Zerstörung der Böden und die Freisetzung des Klimagases wiederum verstärkend auf den Klimawandel. Die fortschreitende Bodenverschlechterung bedingt auch soziale Missstände der dort lebenden Menschen. Heute leben eine Milliarde Menschen in Trockengebieten, die von Desertifikation und damit von Hunger bedroht sind. Unfreiwillige Abwanderung der Menschen, kriegerische Konflikte und Armut sind die Folgen.
1994 hatten die Staaten der Welt ein UN-Abkommen zur Bekämpfung von Wüsten (United Nations Convention to Combat Desertification, UNCCD) unterzeichnet. Die 193 Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt die Lebensbedingungen der Menschen in Trockenlandgebieten zu verbessern. Wie bei der Klimarahmen-Konvention gab es seitdem so genannte COPs - bislang acht Stück. Und bei den Treffen der Klimarahmen-Konvention sind auch bei der Wüsten-Konvention die Erfolge ausgesprochen bescheiden.
© wir-klimaretter.de/sima
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