Dürre lässt Reisernte in Thailand einbrechen
Eine schwere Dürre lässt die Reisernte in Thailand, dem weltgrößten Reisexporteur, einbrechen. Chanchai Rakthananon, Präsident der Thailändischen Reisvereinigung, sagte am Dienstag gegenüber The Canadian Press, dass bei der aktuellen Ernte mit nur zwei Tonnen Reis zu rechnen sei, während im gleichen Zyklus in den vergangenen Jahren fünf Tonnen geerntet wurden.

Maschinelles Pflügen ist in vielen Regionen noch die Ausnahme. (Foto: Reimer)
Meteorologen machen den Klimawandel für die schwerste Dürre in fast zwei Jahrzehnten dafür verantwortlich. Chalit Damroengsak, Leiter des Königlichen Bewässerungsamts, erklärte, normalerweise gebe es drei bis vier Monsunstürme pro Jahr. "Aber jetzt können die Bauern froh sein, wenn es überhaupt einen Monsun gibt." Chalit zufolge droht dem Land darüber hinaus eine Wasserkrise, wenn es nicht bald regnet und die Reservoirs wieder mit Wasser gefüllt werden.
Jedes Jahr werden in Thailand in zwei bis vier Erntezyklen rund 20 Millionen Tonnen Reis geerntet. Davon geht die Hälfte in den Export und die andere Hälfte wird im Land konsumiert. Bereits im Oktober hatte das Internationale Reisforschungsinstitut in einem Bericht davor gewarnt, dass die Reiserträge durch den Klimawandel beträchtlich zurückgehen könnten. Für mehr als 2,5 Milliarden Menschen in Asien ist Reis ein Hauptnahrungsmittel.
Die UN-Nothilfe hatte erst kürzlich vor einer Zunahme von Extremwetterereignissen durch den Klimawandel gewarnt. UN-Nothilfekoordinator John Holmes sagte: "Wenn es um Wetter- und wetterbedingte Katastrophen geht, müssen wir durch die Erwärmung mit häufigerem Auftreten von Überschwemmungen, Stürmen und Dürren rechnen".
© klimaretter.info/jot
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