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Indonesien kündigt Wald-Moratorium an

Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hat ein zweijähriges Moratorium für Genehmigungen zur Abholzung von Regenwald angekündigt. Im Vorfeld einer Wald-Konferenz im norwegischen Oslo erklärte Yudhoyono, die Umwandlung von Regenwaldflächen in Plantagen solle ausgesetzt werden. Norwegen will Indonesien mit einer Milliarde US-Dollar (rund 812 Millionen Euro) beim Waldschutz unterstützen.

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Susilo Bambang Yudhoyono (zweiter von links) und Jens Stoltenberg (rechts) wollen neue Wege für den Waldschutz ausmachen. (Foto: Republik Indonesien)

"Wir bleiben dabei, bis 2020 unsere Treibhausgasemissionen bei einem Business-as-usual-Szenario um 26 Prozent zu senken", sagte Yudhoyono. Neben dem Genehmigungs-Moratorium will der indonesische Präsident in naher Zukunft weitere Maßnahmen zum Wald- und Klimaschutz benennen. "Mit starken internationalen Partnern an der Seite könnten wir sogar 41 Prozent schaffen", erklärte er weiter.

Indonesien ist einer der größten Kohlendioxid-Emittenten der Welt und verursacht seinen hohen Treibhausgasausstoß maßgeblich durch die Zerstörung des Regenwalds. Vor allem für den zunehmenden Anbau von Palmöl und Soja müssen Waldflächen weichen. Umweltschützer fordern deshalb schon lange ein Moratorium auf die Umwandlung von Urwaldflächen und Mooren zu Plantagen.

Einen "guten Start" nannte die Umweltorganisation Greenpeace die Ankündigung des Präsidenten: "Wir erwarten, dass der Präsident das Moratorium bei seiner Rückkehr in Jakarta umgehend umsetzen wird", sagte Bustar Maitar von Greenpeace Südostasien. Der Präsident müsse entschieden gegen die Zerstörung von Regenwald durch die Papier- und Zellstoffindustrie, den Palmöl-Anbau und Bergbau vorgehen .

Die Ankündigung Yudhoyonos erfolgte im Vorfeld der am heutigen Donnerstag in Oslo stattfindenden Klima- und Waldkonferenz, auf der Vereinbarungen zur Reduzierung der Emissionen durch die Zerstörung von Wäldern (REDD+) getroffen werden sollen. Die Konferenz wurde von Norwegens Premierminister Jens Stoltenberg im vergangenen Dezember ins Leben gerufen, bereits im März hatten Regierungsvertreter von mehr als 40 Länder in Paris darüber verhandelt.

Etwa ein Fünftel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen werden durch die Abholzung der Regenwälder verursacht. Nach dem Verkehrssektor ist damit die Entwaldung die weltweit zweitgrößte Ursache für den Klimawandel.

© wir-klimaretter.de/jot

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