USA: Debatte um Offshore-Ölbohrungen
Floridas Senator Charlie Christ hält aufgrund der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko weitere Offshore-Ölbohrungen für zu gefährlich. Erst vor wenigen Wochen hatte die Obama-Administration eine Vielzahl neuer Ölbohrungen in sensiblen Meeresgebieten genehmigt. Präsident Obama hatte vor einigen Tagen erklärt, die Ölkatastrophe ändere nichts an den Plänen.

Offshore-Ölbohrungen in der Kritik. (Foto: NASA)
Der Republikaner Christ galt bis vor kurzem als Befürworter der Offshore-Ölbohrungen - hat aber offenbar aufgrund der Katastrophe seine Meinung geändert. Es sei für ihn klar, dass man für die kommenden Jahre Ölbohrungen vor Florida aufgeben solle. Bislang habe er die Ölbohrungen unterstützt, weil er dachte diese seien sicher. Jedoch beweise die Katastrophe im Golf von Mexiko, dass dies nicht der Fall sei.
"Diese schlimme Tragödie ist eine traurige Erinnerung daran dass Öl dreckig, gefährlich und tödlich ist", sagte Athan Manuel von der Umweltorganisation Sierra Club, "weitere Offshore-Ölbohrungen haben keinen Platz in einer Zukunft sauberer Energie."
Im Zuge der Entscheidung neue Ölbohrungsprojekte zu genehmigen, hatte Präsident Obama noch am 2. April erklärt, Ölaustritte bei Offshore-Plattformen seien mit moderner Technik auszuschließen und kämen heute nicht mehr vor. Das weisse Haus hatte kurz nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon erklärt, man sähe keinen Anlass die Entscheidung für Offshore-Ölbohrungen zu hinterfragen. Mit der Zustimmung zu den Ölbohrungen hatte Obama versucht, die Unterstützung der Republikaner für ein US-Klimaschutzgesetz zu gewinnen.
© wir-klimaretter.de/hb
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