Wärmerekord im letzten Jahrzehnt
Die ersten zehn Jahre des 21. Jahrhunderts waren deutlich wärmer, als alle davor gemessenen Jahrzehnte. Das geht aus den am Dienstag in Genf veröffentlichten Daten der UN-Weltwetterorganisation (WMO) hervor. Die Zahlen bestätigen einen Trend, den die letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts bereits aufgezeigt hatten: Die 1990er-Jahre waren demnach deutlich wärmer als die 1980er-Jahre und diese wiederum wärmer als vorhergehende Dekaden.
2009 wird als das fünftwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1850 in die Geschichte eingehen, so die UN-Organisation. Demnach lagen die Temperaturen zwischen 0,34 bis 0,56 Grad über den durchschnittlichen Werten - je nach Hemisphäre. Die größten Abweichungen gab es vor allem in der südlichen Hemisphäre, besonders während des australischen Winters und im späten Frühling.
Mit den neuen Daten bestätigte die WMO vorläufige Berechnungen von Anfang Dezember 2009. Demnach registrierte die WMO in vielen Teilen der Erde Überschwemmungen, Dürren, Schneestürme, Hitze- und Kältewellen. So haben China und Indien unter der schlimmsten Dürre in fünf Jahrzehnten zu leiden gehabt. In der Arktis ging die Meereseisfläche in den Sommermonaten auf den drittniedrigsten jemals gemessenen Wert zurück.
Die WMO, in der 189 nationale meteorologische Organisationen vereint sind, kann die Temperaturschwankungen der gesamten Erdoberfläche wegen einiger Lücken im Überwachungsnetz nach eigenen Angaben immer noch nicht genau bestimmen.
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© wir-klimaretter.de/reni
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