Umwelt-Medienpreis 2008 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009
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Vier Milliarden Dollar durch Honigbienen

Am 3. März ist Internationaler Tag des Artenschutzes: Der 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) ins Leben gerufene Tag hat 2010 nicht nur durch das Jahr der Biodiversität besondere Aktualität. In zehn Tagen beginnen in Katar die nächsten Verhandlungen der 15. Vertragsstaatenkonferenz des Artenschutzabkommens.

Durch das Abkommen wurde zum ersten Mal ein Schutz der durch den internationalen Handel bedrohten Tier- und Pflanzenarten erreicht. 175 Staaten sind mittlerweile beigetreten: In diesem Jahr werden sich die Verhandlungen unter anderem mit der Verbesserung des Schutzes für Elefanten, Eisbären, Tigern, Thunfischen und Haien befassen.

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Korallenriffe "erwirtschaften" jährlich 170 Milliarden Dollar. (Foto: K.Staud)

Auf vielen politischen Ebenen habe sich der Wert intakter Flora und Fauna noch nicht durchgesetzt, kritisiert der WWF zum Tag des Artenschutzes: Die Umweltstiftung fordert, die wirtschaftliche Bedeutung der Biodiversität zu stärken und umweltschädigende Subventionen abzubauen. WWF-Experte Günter Mitlacher: "Beim Schutz der biologischen Vielfalt geht es nicht um Peanuts". Das Bruttosozialprodukt der Natur liegt nach WWF-Angaben bei jährlich 32 Billionen US-Dollar. Allein die Arbeit der Bienen als Honigproduzenten und Bestäuber sei jährlich vier Milliarden Dollar wert. Ein anderes Beispiel: Intakte Korallenriffe stehen demnach als Küstenschutz, Lebensraum für Fische und Tourismus-Attraktion für eine wirtschaftliche Leistung von jährlich 170 Milliarden Dollar.

Der Auftrag an die Politik ist für die Umweltschützer klar: Sie fordern auch jenseits des Washingtoner Artenschutzübereinkommens einen drastischen Abbau Umwelt zerstörender Subventionen, ewa im Bereich Landwirtschaft und Fischerei. Jährlich werden demnach 670 Milliarden Euro an Staatshilfen an Branchen, die wesentlichen Anteil an der Zerstörung der Natur haben, ausgeschüttet. "Diese Geldverschwendung muss gestoppt und die Vergabe der Mittel an ökologische Kriterien geknüpft werden, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu fördern", so Mitlacher.

Was kostet die Welt? Mehr zum "Wert" von Natur und Umweltleistungen können Sie HIER nachlesen

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