Alternativer Nobelpreis für Klimaschützer
Der "alternative Nobelpreis" geht in diesem Jahr unter anderem an zwei Klimaschützer. Für seine Bemühungen um die Erhaltung der Regenwälder erhält mit René Ngongo erstmalig ein Kongolese den "Right Livelihood Award". Mit einem nicht dotierten "Ehrenpreis" des Awards wird der kanadische Zoologe David Suzuki ausgezeichnet.
Die Jury unterstrich bei der
diesjährigen Verleihung die zentrale Stellung des Klimaschutzes: "Trotz der wissenschaftlichen Warnungen über
die drohende Gefahr und zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels,
und obwohl Lösungen längst bekannt sind, sind die Antworten auf diese
globale Krise quälend langsam und unzureichend." Weitere Preisträger sind die australische Medizinerin Catherine Hamlin sowie der
neuseeländische Friedensaktivist Alyn Ware. Insgesamt ist der Award mit 218 000 Euro dotiert, die sich die Geehrten teilen.
René Ngongo erhielt den Preis "für seinen Mut, sich jenen
Kräften entgegenzustellen, die die Regenwälder des Kongos zerstören".
Der studierte Biologe gründete 1994 die Organisation OCEAN
(Organisation Concertée des Ecologistes et Amis de la Nature) und
informiert per Radio und Fernsehen über die Gefahren und Probleme der
kommerziellen Regenwaldrodung.
Für seine zahlreichen im Waldschutz angesiedelten Projekte erhielt er landesweiten Zuspruch und gründete inzwischen eine Greenpeace-Filiale. Ngongo betont dabei besonders, "dass wir die Wälder retten müssen, um das Klima zu retten. Hoffentlich wird dieser Preis helfen, mehr Aufmerksamkeit auf das Problem zu lenken."
Der japanischstämmige Zoologieprofessor David Suzuki erhielt die Auszeichnung für sein
Engagement "zur Aufklärung über die Gefahren des Klimawandels und die
zu seiner Begrenzung erforderlichen Maßnahmen". Als Moderator des in
Kanada populären Wissenschaftsmagazins “The Nature of Things” und
Gründer der David Suzuki Foundation, die eine Agenda von
Nachhaltigkeit, globaler Erwärmung, Ozeanschutz und regenerativer
Energien fördert, engagiert er sich seit mehr als dreißig Jahren in der
Aufklärungsarbeit.
Mehr zum Right Livelihood Award HIER
Fotos: Right Livelihood Award Foundation, Al Harvey
Von Sarah Messina [mehr...]
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