Protest gegen Vattenfall-Kunstpreis
Die Verleihung des Kunstpreises "Vattenfall Contemporary" in der Berlinischen Galerie wurde gestern von Klimaschutzaktivisten unterbrochen. Während der Preisverleihung hielten sie ein Transparent mit der Aufschrift "be verkohlt - be verstrahlt - be vattenfall" hoch - eine Persiflage der aktuellen Image-Kampagne des Berliner Senats. Einer der Aktivisten gelangte zum Mikrofon. Vor der Halle verliehen die Klimaschützer einen alternativen Kunstpreis.

Klimaschützer in der Berlinischen Galerie. (Foto: Gegenstrom Berlin)
"Wir lassen uns von Vattenfall nicht verkohlen und nicht verstrahlen", sagte Christina Eichberger von der Gruppe Gegenstrom Berlin, "mit unserem Kunstwettbewerb weisen wir auf die wirklichen Geschäftsgebaren dieses Konzerns hin. Vattenfall ist Vattenqual!"
Vor der Halle wurde unter anderem eine Abwandlung des Abba-Liedes "Mamma Mia", ein Klimaschutz-Mobile und ein Krümmelmonster präsentiert. Die Aktivisten kritisierten die Braunkohletagebaue und Kraftwerke des Energiekonzerns, sowie den Betrieb der störfallanfälligen Atomkraftwerke Krümmel, Brunsbüttel und Forsmark. Vattenfall versuche mit derartigen Aktionen, sich ein soziales Image zu geben, während die Folgen der Konzernpolitik für viele Menschen fatal sind.
© wir-klimaretter.de/hb
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