Demonstration gegen Kohlendioxid-Endlager
Für Freitag kündigen Bürgerinitativen und Umweltverbände Proteste gegen Vattenfalls Pläne an, im Landkreis Märkisch-Oderlang CO2 unterirdisch zu verpressen. Nachdem gestern das Bergbauamt eine entsprechende Genehmigung erteilt hatte, rufen die CCS-Kritiker für Freitag, 17:00 Uhr, zu einer Demonstration auf.
"Die Verpressung von Kohlendioxid bei Neutrebbin würde keinen Beitrag zum Klimaschutz darstellen", so Axel Kruschat vom BUND Brandenburg. "zur Erreichung der Klimaschutzziele käme die noch nicht erprobte Technologie zur Kohlendioxidabscheidung und –verpressung (CCS) eindeutig zu spät."
Vattenfall plant, in der Umgebung von Neutrebbin in großen Mengen Kohlendioxid aus den geplanten Kraftwerken in Jänschwalde und dem bestehenden Demonstrationskraftwerk Schwarze Pumpe unterirdisch einzulagern. Verbunden sind die Pläne mit einer langfristigen Weiternutzung der Braunkohle aus der Lausitz. Auf Bundesebene gibt es für die sogenannte CCS-Technologie noch keine Gesetzesgrundlage, weswegen der BUND an der rechtlichen Grundlage der jetzt erteilten Genehmigung zweifelt.
Auch der lokale CDU-Abgeordnete Hans-Georg von der Marwitz kritisiert das Vattenfall-Projekt: "Wer CO2 kilometertief im Boden versenken will, gefährdet das zerbrechliche Gleichgewicht des Ökosystems, das sich im Oderbruch über Jahrhunderte entwickelt hat." Marwitz will sich an der Demonstration beteiligen.
Die Demonstration am Freitag startet um 17:00 Uhr am Friedensplatz in Neutrebbin. Weitere Proteste plant die Organisation Wikiwoods: Am 27. März sollen unter dem Motto "Bäume statt CO2-Endlager" bundesweit Baumpflanzaktionen stattfinden. Die Aufforstung von Wäldern gilt als eine der wenigen Möglichkeiten, der Atmosphäre bereits emittiertes Kohlendioxid wieder zu entziehen.
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