Baustopp für Vattenfall-Trasse in Hamburg
Vattenfall darf seine umstrittene Fernwärmeleitung vom neuen Kohlekraftwerk Moorburg nach Hamburg-Altona vorläufig nicht bauen. Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (OVG) stoppte am Mittwoch in einem Eilverfahren auf Antrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz die Bauarbeiten. Es dürfen vorerst keine Bäume gefällt werden. Im Januar waren die Umweltschützer noch mit einem einem Klageversuch gescheitert.
Endgültig ist damit allerdings noch nichts entschieden: Bis zu einer späteren Entscheidung in der Hauptsache ruhen jedoch zunächst die Arbeiten, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Wann über die Klage des BUND gegen die Plangenehmigung für die Trasse in der Hauptsache entschieden wird, ist noch offen. "Klar ist jedoch, dass die Aussichten, diese Klage zu gewinnen nach dem heutigen OVG-Entscheidung erheblich besser geworden sind", urteilt Dirk Seifert, Energiereferent von Robin Wood. Das Urteil sei ein Riesen-Erfolg für den gemeinsamen und schnell wachsenden Widerstand gegen die Trasse und gegen die Klimakillerpolitik von Vattenfall.
Seit dem 18. Dezember 2009 halten Robin Wood-AktivistInnen bei Dauerfrost Bäume im Gählerpark aus Protest gegen die Trasse besetzt. Sie lehnen die Fernwärmetrasse zum Kohlekraftwerk Moorburg ab, weil dadurch über 40 Jahre eine klimaschädliche Energieversorgung für Hamburg festgeschrieben wird. Die Bündnisgrünen waren im Wahlkampf mit dem Versprechen angetreten, Moorburg zu verhindern. Nach langem Streit um das Steinkohlekraftwerk wurde das Projekt letztendlich jedoch ausgerechnet von der Grünen-Umweltsenatorin Anja Hajduk genehmigt.
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