Public Eye Award für Ölsand-Bank
"Eine der größten Umweltsünden des 21. Jahrhunderts": Für die Finanzierung von Ölsand-Projekten ist die Royal Bank of Canada mit dem Negativpreis Public Eye Award ausgezeichnet worden. Die Anti-Trophäe wird von Greenpeace Schweiz und der Erklärung von Bern (EvB) seit elf Jahren parallel zum Weltwirtschaftsforum in Davos vergeben und prangert verantwortungslosen Umgang von Unternehmen mit Menschen und Umwelt an. Am Mittwochabend wurden in Davos die Preisträger bekanntgegeben.
Der Global Public Eye Award geht an die Royal Bank of Canada: Die ist Kanadas umsatzstärkstes Unternehmen und weltweit einer der führenden Financiers der Ölsandkonzerne, die in der kanadischen Provinz Alberta "das dreckigste Rohlöl" der Welt abbauen. Dabei werden drei Mal so viel schädliche Klimagase freigesetzt wie bei der konventionellen Ölförderung. Auch die Waldzerstörung im großen Stil, giftige Abwässer und dadurch hervorgerufene schwere gesundheitliche Gefahren für die in der Nähe lebenden Menschen zählen zu den folgenschweren Konsequenzen des Klimakillers Ölsand.

Den Blick von oben werfen Umweltorganisationen wie Greenpeace regelmäßig, zuletzt etwa bei der Blockade eines Förderbands einer Ölsandmine in Alberta
Preisträger des Swiss Awards und des People's Awards ist Pharma-Konzern Roche für eine fragwürdige Studie zu einem Medikament, das die Organabstoßung verhindern soll - getestet wird das offenbar anhand von Organen Hingerichteter in China. Der zum ersten Mal verliehene Greenwash Award geht an das UNO-Wassermandat, unter dessen Deckmantel Konzerne wie Nestlé, Coca Cola oder Dow Chemical vorgeben können, gemeinsam mit UN-Organisationen und NGO die Wasserkrise zu bekämpfen. Unter dem UNO-Signet werde jedoch die Politik der Wasserprivatisierung systematisch weitergetrieben – ohne Berücksichtigung existierender, verbindlicher Öko- und Sozialstandards
Im letzten Jahr gewannen übrigens unter anderem die Berner Kraftwerke (BKW) einen Negativpreis für das mittlerweile gekippte Kohlekraftwerk Dörpen. Die "Gewinner" der letzten Jahre können Sie in der Hall of Shame des Public Eye Awards noch einmal Revue passieren lassen.
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