Kopenhagen: Kein Platz für Klimaaktivisten?
Klimaschützer schlagen Alarm: Während des Weltklimagipfels im Dezember könnten Übernachtungsmöglichkeiten fehlen. Die Kopenhagener Behörden hätten einige Aktivisten von einem Treffen ausgeschlossen, auf dem über Unterkunftsmöglichkeiten gesprochen werden sollte. Die Stadt selbst schätze den Bedarf viel zu niedrig ein.
Möchte sich Kopenhagen solche Bilder ersparen? Aktivisten bemängeln, die Stadt kümmere sich nicht ausreichend um Schlafplätze.
Im Dezember findet in der dänischen Hauptstadt der UN-Klimagipfel statt, auf dem ein Nachfolgeabkommen zum Schutz des Klimas verabschiedet werden soll. Das Kyoto-Protokoll läuft im Jahr 2012 aus. Umweltschützer aus der ganzen Welt mobilisieren zu dem Treffen, unter anderem das "Climate Collective".
Stadt erwartet gerade mal 1.500 Klimaschützer
Die Gruppe, die sich in Kopenhagen um Logistik kümmert, hat nun Probleme: Die Behörden würden ihnen nicht zuhören und unterschätzten die Zahl an benötigten Schlafplätzen, heißt es in einer englischen Erklärung. Momentan würden von Seiten der Sadt gerade mal 1.500 Unterkünfte angestrebt. Diese Zahl sei jedoch "schrecklich niedrig", heißt es in einer Online-Petition, die als Reaktion auf das Verhalten der Behörden eingerichtet wurde. Die Kopenhagener Aktivisten hoffen nun auf rege Beteiligung, damit sie der Stadt zeigen können, wie viele Demonstranten im Dezember kommen. Nach zwei Tagen haben bereits rund 800 Menschen unterzeichnet.
Dass sich die Behörden unkooperativ verhalten, könnte daran liegen, dass ihnen die Aktionen des "Climate Collectives" nicht passen. Am kommenden Wochenende wollen die Klimaschützer mit einer Aktion des zivilen Ungehorsams ein Kohlekraftwerk abschalten. Am Montag beginnt beginnt bereits die Vorbereitungswoche für die Aktion unter dem Motto "Shut it down".
Und mit Blick auf die Klimakonferenz im Dezember sind die Umweltschützer optimistisch: Panik-Stimmung sei nicht angebracht. "In der ein oder anderen Weise werdet ihr einen warmen Schlafplatz in Kopenhagen haben", versprechen sie den internationalen Gästen.
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