Barroso will Verschwendung besteuern
Die EU will Energieverschwendung besteuern: Noch in diesem Jahr wolle die EU-Kommission konkrete Vorschläge zu einer "grünen Besteuerung von Produkten und Dienstleistungen" vorlegen, sagte Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso im Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Die Steuer solle an Umweltschäden und Energieeffizienz ausgerichtet werden.
Die Welt verschwende Unmengen von Energie, sagte Barroso, der als Beispiel Klimaanlagen nannte. "Energiesparen ist die effizienteste Art, unsere Klimaziele zu erreichen", so der EU-Kommissionspräsident. Dafür brauche es neue Anreize.

Nach dem Scheitern von Kopenhagen sei es ein Fehler, Anstrengungen zurückzufahren, sagte Barroso. In China und den USA werde bereits massiv in Umwelttechnologien und Erneuerbare investiert: "Die Europäer müssen alles tun, um Vorreiter beim Klimaschutz zu bleiben".
Der am Wochenende beginnende Petersberger Klimadialog, zu dem Bundeskanzlerin Merkel Umweltminister aus 45 Ländern eingeladen hat, könne "politische Orientierung" für die Verhandlungen um ein internationales Klimaschutzabkommen bringen, sagte Barroso: Auch auf dem nächsten Klimagipfel in Mexiko werde zwar kein Durchbruch für ein verbindliches Abkommen zu erwarten sein. Durch "mehr Pragmatismus und konkretere Verpflichtungen" müssten jedoch mindestens "echte Fortschritte" gemacht werden.
© wir-klimaretter.de/sam
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Von Johanna Treblin
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