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Fortschritt beim UN-Adaptionsfonds

Direkter Zugang für Entwicklungsländer auf den UN-Adaptionsfonds: Erstmals ist eine nationale Institution im Senegal für die Umsetzung von Anpassungsprojekten und -programmen akkreditiert worden. Die Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht in der Entscheidung einen wegweisenden Fortschritt für die UN-Klimapolitik.

"Zum ersten Mal haben Entwicklungsländer nun die Möglichkeit, direkte finanzielle Unterstützug von einem multilateralen Finanzinstrument zu bekommen", sagt Germantwatch-Experte Sven Harmeling. Das Steuerungsgremium des Adaptionsfonds war vom 23. bis 25. März zum neunten Mal in Bonn zusammengekommen.

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Wüstenbildung in Mali: Früher konnte dieser Bauer hier noch ernten. (Foto: Oxfam)

Der Fonds wurde bereits unter dem Kyoto-Protokoll ins Leben gerufen und soll arme Länder bei der Finanzierung von Anpassungsprojekten und -programmen helfen. Mit der Zulassung des Centre de Suivi Ecologique aus dem Senegal werde der lang diskutierte dirkete Zugang der Länder des Südens zum Adaptionsfonds Realität: "Andere nationale Institutionen aus Entwicklungsländern haben sich bereits beworben", so Harmeling. Die Verwaltung der Finanzhilfen war seit jeher ein Streitpunkt zwischen Industrieländern, die den Fonds etwa bei der Weltbank ansiedeln wollten, und den Entwicklungsländern, die die Mittel selbst verwalten wollen.

Dass diese Mittel, die aus dem Emissionshandel automatisch generiert werden, weitaus geringen Umfangs sind als die tatsächlich benötigten Gelder, steht dabei noch auf einem anderen Blatt. "Ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung wird der Anpassungsfonds schnell austrockenen", sagt auch Harmeling. Germanwatch fordert von der Bundesregierung, den Anpassungsfonds weitergehen zu stützen und damit die Wichtigkeit des Fonds mit Sitz in Bonn zu untermauern. Zur Vertrauensbildung zwischen Entwicklungs- und Industrieländern sei ein finanzieller Beitrag für den Fonds einer der konkretesten Schritte, die Regierungen derzeit unternehmen könnten.

Mehr zum jahrelangen Ringen um den UN-Adaptionsfonds können Sie hier nachlesen: Der Anpassungsfonds - Ein paar Euro gegen die Sintflut

© wir-klimaretter.de/sam

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