Endspurt beim Mitreden
Das Bundesumweltministerium möchte die Bürger mehr in den Umweltschutz einbeziehen. Auf seinem Internetportal www.mitreden-u.de können bis zum morgigen Mittwoch Themen eingebracht und diskutiert werden. Die drei "wichtigsten" Themen sollen durch das Ministerium ausgewertet und im Sommer mit Verbandsvertretern und Ministerialbeamten diskutiert werden.

"Uns interessiert, welches Umweltthema aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger mehr Aufmerksamkeit benötigt," sagte Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche bei Freischaltung vor einem Monat. Wer mitgestalten könne, sei auch gern bereit, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Die Ergebnisse des Projekts sollen im Fortschrittsbericht 2012 zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eingebracht werden und bei der Themenschwerpunktsetzung mit einfließen.
Bisherige Beiträge beschäftigen sich überwiegend mit Fragen zur Energiepolitik - einige der Foristen sprechen sich beispielsweise für eine stärkere Forderung der erneuerbaren Energien und für einen zügigen Atomausstieg aus. Doch auch Fragen zum Natur- und Artenschutz und zur Verkehrspolitik werden angesprochen. So fordert ein User: "Tempolimit 130 - bitte!"
Die Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland" war im Jahr 2002 von der rot-grünen Bundesregierung beschlossen worden. Im Rahmen der Leitlinien "Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, sozialer Zusammenhalt und Internationale Verantwortung" sollten Entwicklungspolitiken beschlossen werden, die nicht zu Lasten kommender Generationen gehen. Beschlossene Maßnahmen umfassten unter anderem eine Steigerung der Energieeffizienz, Emissionssenkungen von 21 Prozent innerhalb des Zeitraumes 2008 bis 2012 und eine Verdopplung der regenerativen Energien bis 2010 gegenüber 2000.
Mehr zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie finden Sie HIER
Aus Berlin Nick Reimer [mehr...]
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