Erste Konferenz zur globalen Entwaldung
In der französischen Hauptstadt findet in den nächsten Tagen die erste Konferenz nach Kopenhagen statt, die sich mit konkreten Umsetzungen der mageren Ergebnisse beschäftigt. Regierungsvertreter aus 40 Länder sind nach Paris gekommen, um Maßnahmen gegen die weitere Abholzung der Regenwälder zu verabschieden. Dazu wollen sie im Rahmen des REDD-Mechanismus erste Schritte zur Finanzierung beschließen. Die Mehrzahl der Länder kommt allerdings aus den betroffenen Regionen wie Südamerika, Indonesien und dem Kongo-Becken.
Bei "Reducing Emissions from Deforestation and Degradation" geht es in erster Linie darum, mit verschiedenen Instrumenten wie dem Emissionshandel oder internationale Wald-Fonds eine weitere Entwaldung zu verhindern und Aufforstung wie Erhalt des Waldes in den internationalen Klimaschutz mit einzubeziehen. Rund ein Fünftel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen stammt aus dem Raubbau an den Wäldern.
Auf der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember wurde diskutiert, wie der Schutz der Wälder und die damit zusammenhängenden Kohlendioxid-Reduktionen angerechnet und berechnet werden können. Man hatte sich schlussendlich darauf geeinigt, wie die Bäume gezählt werden sollen und eine Methodologie verabschiedet, wie die „Buchhaltung für Wälder“ funktionieren soll und die Rechte an Bäumen gehandelt werden sollen.
Zudem sind nach Angaben der französischen Presse auch die Geldsummen der Kopenhagener Beschlusses in der Diskussion: Nach Nouvel Observateur wollen Australien, die USA, Frankeich, Großbritannien, Japan und Norwegen von 2010 bis 2012 rund 2,6 Milliarden Euro in den Schutz der Wälder im Rahmen des REDD-Programmes investieren. Eine zweite Konferenz ist es schon in wenigen Wochen in Oslo geplant.
Frankreich fordert jedenfalls schon ab dem kommenden Jahr eine Devisensteuer zugunsten des Klimaschutzes. "Wir brauchen innovative Finanzierungsmöglichkeiten, um den Kampf gegen den Klimawandel führen zu können", sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy auf der Konferenz. "Wenn Frankreich sich innerhalb der G20 allein dafür einsetzt, schaffen wir es nicht. Aber wenn wir Afrika und Lateinamerika hinter uns haben, wird es möglich", so der Präsident.
Übrigens: Guter Journalismus kostet...
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto

Die Schlagzeilen um 14 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Überraschung der Woche
Heiße Luft, falsche Strafen und unglaubliche AmigosKalenderwoche 20: Die Wiedergeburt der Klima-Kanzlerin ist unglaubwürdig, die deutsche Photovoltaik durch Strafzölle für chinesische Produzenten zu schützen ist falsch. Und was man von einer Amigo-Affäre bei der Bundesnetzagentur hört, ist unglaublich, meint Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
EEG ist dem Markt nicht mehr gewachsenDas Erneuerbare-Energien-Gesetz gehört reformiert: Eine Pflicht zur Direktvermarktung von erneuerbaren Energien und eine standortspezifische Förderung von Windkraft sind nötig, meint der Energieexperte der FDP-Bundestagsfraktion Horst Meierhofer. Im Strommarkt soll auch das Bereithalten von Leistung für den Bedarfsfall bezahlt werden. Teil 10 der klimaretter.info-Debatte zur Zukunft des EEG.
[mehr...]
Aufruf!
Ihr Wunschzettel zur Bundestagswahl
Der Wahlkampf rollt an und wir möchten wissen: Was erhoffen Sie sich für die Bundestagswahl in der Energie- und Klimapolitik? Schreiben Sie uns das in einem Satz (oder Wort). Einiges veröffentlichen wir in unserem Wahl-Dossier ab Juni. Auf gehts! [E-Mail klimaretter.info]
Die Debatte zur Zukunft des EEG Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...] | Umweltzerstörer nach Den Haag! Extreme Umweltzerstörung ist ein Verbrechen gegen das friedliche Zusammenleben. Ein solcher Ökozid soll künftig vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden können. Eine Million Unterschriften sind dafür nötig. [mehr] |
In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus
Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]
Philipp Rösler: Des-Informationsoffensive
Das Bundeswirtschaftsministerium ist in der „Informationsoffensive“. Mit folgender Darstellung: „Damit nicht Sie zum Strom kommen müssen, sondern der Strom zu Ihnen“, begründet das FDP-geführte Ministerium im Kleingedruckten seinen Appell an die Steuerzahler. Im dazugehörigen Kino-Spot sieht man dann auch, was[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





