USA: Klimaskeptiker und Kreationisten

Die New York Times berichtet über Bündnisse zwischen Skepsis an wissenschaftlicher Forschung zum Klimawandel und religiöser Ablehnung der Evolutionstheorie. So forderten Abgeordnete im Bundesstaat Kentucky in einem Gesetzesentwurf, auch "alternative" Ansichten zu Klimawandel und der Entstehung des Menschen müssten an Schulen gelehrt werden. In Louisiana wurde bereits 2008 ein ähnliches Gesetz verabschiedet.

In den USA kommt es häufig zu heftigen Auseinandersetzungen um die Lehre der wissenschaftlichen Evolutionstheorie an Schulen. Während die Evolution von Biologen als Fakt angesehen wird, wird sie von rechten christlichen Gruppen immer wieder angegriffen. Da in der US-Verfassung eine strikte Trennung zwischen Staat und Religion verankert ist, darf die biblische Schöpfungslehre nicht unterrichtet werden. Durch pseudowissenschaftlichen Theorien ("Intelligent Design") wird dies dennoch versucht. Die Argumentation sogenannter "Klimaskeptiker" weist häufig eine erstaunliche Nähe dazu auf.

"Es gibt viel Ähnlichkeit bei diesem Thema", äußert sich John West vom Discovery Institute, der führenden Institution christlicher Evolutionsgegner, über den Klimawandel, "Wissenschaftler werden bestraft für Erkenntnisse, die nicht im Einklang mit der Orthodoxie stehen. Wir denken, dass die Analyse wissenschaftlicher Belege eine gute Sache ist, egal ob es um den Klimawandel oder die Evolutionstheorie geht."

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