UN richtet Ausschuss für Klimabeihilfen ein
Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Äthiopischen Premiers Meles Zenawi und dem britischen Premierminister Gordon Brown soll Vorschläge zur Mobilisierung von Klimabeihilfen für Entwicklungsländer erarbeiten. Wie ein Sprecher von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Freitag erklärte, soll bis zum nächsten Weltklimagipfel in Mexiko ein Bericht mit konkrete Empfehlungen vorliegen.

10 Monate lang soll die neue Gruppe sich vor allem um Möglichkeiten der langfristigen Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung in armen Ländern kümmern und Bewegung in einen der wesentlichen Aspekte des weiteren Verhandlungsverlaufs zu bringen. Um möglichst allen Interessen gerecht zu werden, sind sowohl aus Industrie- als auch aus Entwicklungsländern Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beteiligt.
In Kopenhagen hatten sich Staats- und Regierungschefs der UN-Länder lediglich auf die Kenntnisnahme eines Minimalkonsens einigen können. Konkret wird man darin lediglich im Hinblick auf die kurzfristigen Klimahilfen: Bis 2012 wollen die Industrieländer demnach 30 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen, um Klimaschutz und Anpassung zu unterstützen.
Langfristig liegt der Bedarf wesentlich höher: Die UN geht davon aus, dass bis 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar nötig sind. Während einige der bereits existierenden Mechanismen ausgedehnt werden können, müssen jedoch auch neue und zusätzliche Finanzquellen aufgetan werden, so die UN.
klimaretter.info/sam
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