Merkel und Sarkozy setzen auf Elektroautos
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy haben in Paris eine gemeinsame "Agenda 2020" für Deutschland und Frankreich beschlossen: Der Plan umfasst 80 Projekte aus dem Bereich Wirtschaft, Klima und Energie. Das Ziel sei eines neues wirtschaften mit dem "Ziel der Nachhaltigkeit", so die Kanzlerin.
Auch im Hinblick auf den Weltklimagipfel in Mexiko wollen Merkel und Sarkozy stärker zusammenarbeiten. Ein Forschungsverbund Paris-Potsdam soll gemeinsam Klimaforschung betreiben. Um einen umweltverträglichen Straßenverkehr zu fördern, soll es ein weltweit erstes grenzüberschreitendes Demonstrationsprojekt für Elektroautos zwischen Straßburg und Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe geben.
Den Trend zum Schmücken mit Elektromobilität finden offenbar auch Merkel und Sarkozy "très chic": Umweltverbände wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) pflegen beim Thema jedoch vor übertriebenem Hype zu warnen, denn Elektroautos sind für dass Klima immer nur so gut wie der Strom mit dem sie betrieben werden. Die Automobilindustrie lenke mit Projekten zu Elektroautos zudem vom weiterhin hohen Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Pkw ab.
Und da kommen wiederum die deutsch-französischen Beziehungen ins Spiel: Bei der Verwässerung und Verzögerung eines EU-weiten Kohlendioxidgrenzwerts für Pkw hatten Merkel und Sarkozy mit Blick auf die Automobillobby noch eine ganz andere Agenda: Deutschland und Frankreich hatten sich maßgeblich dafür stark gemacht, die europäischen CO2-Grenzwerte von 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer nicht wie ursprünglich geplant 2012 sondern erst 2015 für alle Neuwagen in Kraft treten zu lassen.
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