Hedegaard: EU soll an die Klimaschutz-Spitze
In fünf Jahren will die Dänin Connie Hedegaard die Europäische Union als klimafreundlichste Region der Welt sehen. Die designierte EU-Klimakommissarin hatte sich am Freitag den Fragen des EU-Parlaments gestellt. Die Parlamentarier müssen ihr Einverständnis geben, bevor die EU-Kommission offiziell ihre Arbeit aufnehmen kann.

Kam in Kopenhagen ins Schwitzen: Die ehemalige COP15-Vorsitzende Hedegaard ist designierte neue EU-Klimakommissarin. (Foto: Weimann)
Der Klimschutz müsse in alle relevanten Politikfelder mit einfließen, so Hedegaard während ihrer dreistündigen Anhörung. Auch der Transportsektor und der Agrarbereich müssten klimafreundlicher werden. Die designierte Kommissarin kündigte ein Transport- und Energie-Paket an. Außerdem wolle sie sich dafür einsetzen möglichst viele Länder mit dem europäischen Emissionshandelssystem zu verbinden. Atomkraft zähle für sie nicht zu den nachhaltigen Energien, auf die die EU künftig setzen solle, sagte Hedegaard außerdem.
Kritische Stimmen hatten ihr vorgeworfen, als Vorsitzende des Weltklimagipfels in Kopenhagen überfordert gewesen zu sein. Es sei unfair, diejenigen zu kritisieren, die Jahre mit dem Versuch der Mobilisierung für den Klimaschutz verbracht haben, parierte die ehemalige dänische Klimaministerin am Freitag. Nach dem Scheitern in Kopenhagen müsse die Europäische Union weiter entschlossen an einem verbindlichen Abkommen arbeiten und dabei mit einer Stimme sprechen, so die künftige EU-Klimakommissarin. Die Rolle der EU hätte demnach zudem stärker sein können, wenn Finanzangebote zur Unterstützung der armen Länder früher in die Verhandlungen mit eingebracht worden wären.
Am Donnerstag hatte sich auch Günther Oettinger als designierter EU-Energiekommissar dem EU-Parlament gestellt
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