Präsident Van Rompuy: Kopenhagen Grundlage
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Herman Van Rompuy bei dessen Antrittsbesuch in Berlin Unterstützung bei der Ausübung seines neuen Amtes zugesagt. Kann der neue EU-Ratspräsidenten ganz gut brauchen: Seit 1958 war stets der Staatschef jenes Landes EU-Chef, dass auch die EU-Ratspräsidentschaft inne hatte. Rompuy tritt nun ausgerechnet im Klimajahr 2010 einen Job an: Er ist jetzt EU-Ratspräsident - in Kooperation mit dem jeweiligen Staatschef - derzeit aus Spanien. 
Van Rompuy (r.) hier noch als belgischer Ministerpräsident: Kanzlerin Merkel herzt die neue EU-Außenministerin Catherine Ashton (Foto: Regierungonline.de)
"Jetzt müssen wir auch bereit sein, ihm die Möglichkeiten und Kompetenzen einzuräumen, die mit einer sinnvollen und mit einer effektiven Aufgabenwahrnehmung verbunden sind", erklärte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am späten Mittwochabend. Rompuy weilt zum Antrittsbesuch in Berlin und klar ist, dass seine Agenda ohne die Zustimmung von London, Rom, Paris, Warschau und Berlin nicht durchsetzbar ist.
Van Rompuy erklärte die Erholung der angeschlagenen Wirtschaft und den Kampf gegen den Klimawandel als die Hauptaufgaben seiner fünfjährigen Amtsschaft. Für den 11. Februar habe er die Staats- und Regierungschefs zu einem informellen Treffen eingeladen, um erste Schritte in diesem Prozess zu erörtern. Zum Klimaschutz sagte Van Rompuy, die auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen vereinbarten Ziele seien zwar hinter den Erwartungen der EU zurückgeblieben, dennoch aber eine gute Grundlage für die weitere Arbeit.
Ein Urteil dass Angela Merkel zu begeistern scheint: Die Kanzerin betonte, durch das Engagement Europas in Kopenhagen hätten nun auch Länder wie China und Indien Verpflichtungen übernommen und seien bereit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Deutschland werde dabei "hilfreich sein und dem Ratspräsidenten zur Seite stehen", sagte Merkel.
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