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Großbestellung für Elektro-Autos

Das soll die Initialzündung für technologische Führerschaft bei der E-Mobilität werden: Frankreich bestellt 50.000 Elektro-Autos bei Peugeot, Citroën und Co. Eine entsprechende Ausschreibung solle am 23. April veröffentlicht werden, erklärte Umweltminister Jean-Louis Borloo am Dienstag in Paris. Dies diene dazu, französischen Herstellern "eine ausreichende Nachfrage" zu verschaffen, "um die Produktion von Elektroautos auf industrieller Basis aufzunehmen", so sein Ministerium. Zur Gruppe der Bestellerfirmen gehören unter anderem die Post, Air France, der Energiekonzern EDF, France Télécom und der Baukonzern Vinci.

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Renault, Peugeot und Co verpflichteten sich ihrerseits mit einer "Elektroauto-Charta" in den Jahren 2011 und 2012 rund 60.000 Elektroautos auf den Markt zu bringen. Private Käufer will Frankreich mit einer Kaufprämie von 5.000 Euro bis 2012 dazu bewegen, ebenfalls Elektroautos zu bestellen. Zwölf französische Städte und Ballungsgebiete verpflichteten sich, ein Netz von Aufladestationen einzurichten. "Es wird Standards geben, es geht nicht an, dass wir wie bei Mobiltelefonen 200 verschiedene Ladegeräte haben", sagte Borloo. Autobahnraststätten und Parkplätze von Einkaufszentren müssten bald mit Ladestationen ausgestattet werden, um die Verbreitung des Elektroautos zu fördern. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Autos in Frankreich vorwiegend mit Atomstrom fahren werden und damit keinerlei Umweltprobleme lösen.

Anders in Deutschland: Die Bundesregierung wird offenbar keine staatlichen Prämien für den Kauf von Elektroautos gewähren. "Nach derzeitigem Stand ist eine Prämie nicht vorgesehen", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Regierungskreisen. Immerhin will die Bundesregierung gemeinsam mit der deutschen Autoindustrie die Entwicklung für Elektrofahrzeuge koordinieren. Am 3. Mai läd Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem Elektromobilitätsgipfel nach Berlin, auf dem der Startschuss für eine Nationale Plattform Elektromobilität gegeben werden soll. Dem Handelsblatt zufolge will sich die Bundesregierung wegen fehlender Finanzmittel zunächst darauf beschränken, Forschung und Entwicklung der Elektromobilität zu fördern. Dazu sollen bis Ende der Legislaturperiode insgesamt 2,5 Milliarden Euro aufgewendet werden, schrieb die Zeitung unter Berufung auf die beteiligten Ministerien.

Mehr Elektroautos auf den Straßen könnten Kohlendioxid-Emissionen im Verkehrssektor nur dann entlasten, wenn sie mit grüner Energie betrieben wird. Im Moment jedenfalls gilt E-Mobilität als todschick: Nicht nur Angela Merkel und Nicolas Sarkozy setzen in ihrer deutsch-französischen Agenda 2020 auf Elektromobilität, sondern neuerdings auch die EU-Wirtschaftsminister, die Elektro-Autos in den Mittelpunkt ihres Treffens  Anfang Februar im spanischen San Sebastian stellten.

© wir-klimaretter.de/reni

 

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