Formel 1 künftig ohne BMW
Die Formel 1 wird in der nächsten Saison ohne BMW ihre Runden drehen. In der vergangenen Woche verkündete Konzern-Chef Norbert Reithofer den Ausstieg des Münchner Autobauers aus dem Geschäft mit dem Geschwindigkeitsrausch.

"Premium wird immer stärker auch über Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit definiert", argumentiert Reithofer. Hier will BMW eine Vorreiterrolle übernehmen. Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt werde ein neues Fahrzeugkonzept zu sehen sein, das Dynamik mit großer Effizienz verbinde. Ein möglicher Weg in die Zukunft BMWs, so der Konzern-Chef.
Vom Tempo-Champion zum CO2-Champion: In der laufenden Formel 1 Saison lief es für BMW ohnehin allenfalls mittelmäßig. Die Entscheidung des Autobauers habe aber weder mit Teamperformance noch mit wirtschaftlicher Bedrängnis zu tun. Sondern vielmehr mit einer Prüfung auf Zukunftsfähigkeit.
Wenn das Unternehmen auch in zehn Jahren noch existieren soll, so Reithofer, müssten Wegmarken wie die Begrenzung des Kohlendixoid-Ausstoßes der europäischen Automobilindustrie auf 130 Gramm ab 2015 eine wichtige Rolle spielen. Auch in den USA sei ein Kohlendioxid-Grenzwert von 95 Gramm pro Kilometer für das Jahr 2020 bereits auf den Weg gebracht. "Hinter diesen Veränderungen stehen reale Zahlen und Jahreszahlen", sagt der BMW-Chef.
Auch auf der Ressourcenseite müsse deshalb die Frage gestellt werden, ob Gelder weiterhin in die Formel 1 oder in zukunftsfähige Technologien gesteckt werden sollen. Die Antwort mag Formel 1 Fans bestürzen: In Sachen Zukunftsfähigkeit liegt die Entwicklung effizienterer Motoren dem Rausch der Geschwindigkeit bereits um Längen voraus.
(Foto: BMW)
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