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"Climategate": Klimaforscher freigesprochen

Ein Untersuchungsbericht des britischen Unterhauses entkräftet die Vorwürfe gegen Klimaforscher, die unter dem Titel "Climategate" weltweit für Wirbel gesorgt hatten: Der Forschungsausschuss des Parlaments legte am Mittwoch einen Bericht vor, in dem der Wissenschaftler Phil Jones von der Climate Research Unit (CRU) an der University of East Anglia und seine Kollegen umfassend entlastet werden. Die Vorwürfe, Daten zur Erderwärmung seien verfälscht worden, seien ungerechtfertigt. Jones habe "in Übereinstimmungen mit den gängigen Regeln der Klimaforschung gehandelt".

philjones_querJones hatte seit vergangenem Dezember sein Amt ruhen lassen. Nach Ansicht der Untersuchungskommission solle er nun seine Arbeit wiederaufnehmen. Der Wissenschaftler stand im Mittelpunkt des von Klimaskeptikern rasch "Climategate" getauften Pseudo-Skandals: Aus internen E-Mails, die offenbar von Hackern erbeutet und veröffentlicht worden waren, gehe hervor, dass er gemeinsam mit Kollegen Daten verfälscht und die Erderwärmung übertrieben habe. Vor allem die Verwendung des Wortes "Trick" sorgte für Aufsehen. Gemeinsam mit Berichten über einen Detailfehler im zweiten Teil des IPCC-Berichts von 2007 über das Schmelzen der Himalaya-Gletscher, sensationsheischenden Medienberichten und einem unglücklichen Agieren der Wissenschaftler war daraus eine Vertrauenskrise der Klimaforschung geworden. Zu unrecht, wie sich nun herausstellt.

Kritik muss sich Jones lediglich daran gefallen lassen, dass er die - oft rüden - Forderungen von Kritikern abgeblockt hatte, Rohdaten seiner Forschung herauszugeben. Nach dem Freedom-of-Information-Act wäre er dazu verpflichtet gewesen. Die Verantwortung für dieses Fehlverhalten, so die Untersuchung, liege aber zu einem Gutteil bei der Universitätsleitung. Bereits im Dezember hatte der britische Wetterdienst angekündigt, die Rohdaten zu veröffentlichen, um die Vorwürfe zu entkräften. Zwei weitere, akademische Untersuchungen in Großbritannien, laufen noch.

Auch Vorwürfe gegen Michael Mann "ohne Substanz"

Bereits im Februar ist der US-Forscher Michael Mann, dessen "Hockey Stick"-Kurve ein Klassiker der Klimaforschung ist und deshalb wie keine andere von "Klimaskeptikern" angegriffen wird, vom Manipulationsverdacht freigesprochen worden. Die Vorwürfe, er habe "Daten zurückgehalten oder verfälscht" sei "ohne Substanz", urteilte ein Untersuchungsausschuss an Manns Pennsylvenia State University.

Eine detaillierte Erörterung der "Climategate"-Vorwürfe - und Gegenargumente der Wissenschaft - finden sich auf dem Blog "KlimaLounge"

wir-klimaretter.de/alf

Foto: University of East Anglia

 

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