Einfluss von Sonnenaktivität gering
Wie Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung mitteilen, würde auch eine deutlich geringere Sonnenaktivität in den kommenden Jahren nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben. Die Studie, die im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass verminderte Sonnenaktivität die Temperatur um lediglich 0,3 Grad senken würde.

Verminderte Sonnenaktivität in den vergangenen Jahren. (Foto: Lykaestria/Wikipedia)
"Die Vorstellung, dass es zu einer neuen Kleinen Eiszeit kommt, sollte die Sonne tatsächlich in eine lange Ruhephase eintreten, ist falsch", fasst Georg Feulner, Leitautor der Studie, das Ergebnis zusammen.
Die Beobachtungen von Sonnenflecken zeigen, dass sich die Sonne zurzeit in der tiefsten und längsten Ruhephase seit fast einem Jahrhundert befindet. Seit den 1970er Jahren war die Sonnenstrahlung nie schwächer als zurzeit. Daher nehmen einige Forscher an,, dass dies den Beginn eines neuen großen Minimums der Sonnenaktivität bedeuten könnte. Eine ähnliche Entwicklung gab es bereits im 17. Jahrhundert, während der sogenannten kleinen Eiszeit. Die Potsdamer Forscher haben nun untersucht, wie sich eine derartige Entwicklung auf die Klimamodelle des IPCC auswirken würde.
"Wahrscheinlich würde ein neues großes Minimum zu 0,1 bis 0,2 Grad Celsius geringeren Temperaturen im Jahr 2100 führen", so Stefan Rahmstorf, vom PIK, "Der solare Kühlungseffekt wird also wahrscheinlich nicht mehr als 0,3 Grad Celsius betragen." Verminderte Sonnenaktivität könne die globale Erwärmung aufgrund der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen nicht ausgleichen.
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