Mehr Kohlendioxid lässt Pflanzen nicht wachsen
Eine in Science veröffentlichte Studie der University of California untersuchte jene Frage, die Klimaskeptiker gern als Argument für ihre Zwecke benutzen: Wirkt eine höhere Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre sich tatsächlich positiv auf das Pflanzenwachstum aus? Tatsächlich fanden die Forscher den Beleg, dass junge Pflanzen schneller wachsen, wenn es mehr Kohlendioxid im Angebot gibt. Zu gut deutsch: Gibt es mehr CO2 im Angebot, setzen junge Pflanzen auch mehr Kohlendioxid in Sauerstoff um. Allerdings führt mehr Kohlendioxid bei älteren Pflanzen zu einem vermindertem Wachstum - weshalb die Bilanz ausgeglichen ist. Damit ist widerlegt, dass mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre beispielsweise zur Bekämpfung des Hungers auf der Welt hilfreich sein könnte.

Weizen könnte in Zukunft weniger Proteine bilden. (Foto: Eugen Staab)
Im Gegenteil: Die Forscher fanden etliche negative Auswirkungen einer erhöhten Kohlendioxid-Konzentration: So nehmen Pflanzen weniger Nitrate auf und bilden weniger Proteine - ein Problem für die Nahrungsmittelproduktion. Nach Aussage des Studienautoren Arnold Bloom könne die zu erwartende Zunahme der CO2-Konzentration in den nächsten 20 bis 50 Jahren zu einem Rückgang der Proteine in Weizen um 20 Prozent führen. Dies könne zwar durch mehr Düngemittel kompensiert werden, sei aber problematisch, da Überdüngung mit Nitraten bereits jetzt zu großen ökologischen Problemen führt.
Es ist ein beliebtes Argument von denen, die die globale Erwärmung verharmlosen oder gar behaupten, es gäbe keinen menschengemachten Klimawandel: CO2 sei ein Pflanzennährstoff, eine höhere Konzentration in der Atmosphäre deshalb gut für das Pflanzenwachstum. Diesem (schwachen) Argument der Klimaskeptiker ist mit der aktuellen Studie der Boden entzogen.
© wir-klimaretter.de/hb
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