Klimaschutzabgabe für Einwegverpackungen
Angesichts der fallenden Mehrwegquote bei alkoholfreien Getränken
fordert die Deutsche Umwelthilfe von der Bundesregierung die Einführung einer Klimaschutzabgabe von 20 Cent auf Einweg-Getränke- verpackungen.
Während die Einführung des Pflichtpfandes zum 1. Januar 2003 bei Bier eine ausreichende Schutzwirkung entfaltet hat (die Mehrwegquote liegt hier bei etwa 86%) besteht bei den alkoholfreien Getränken akuter Handlungsbedarf. Insbesondere Discounter, die in einigen Segmenten bereits die Hälfte des Getränkemarktes bestimmen, verkaufen Billigstgetränke in PET-Plastik zu Kampfpreisen - und mit hoher Acetaldehyd-Belastung, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest im Juli ergab.
Nach Ansicht der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation muss zur Förderung der Mehrwegsysteme bei Mineralwasser- und Erfrischungs- getränkeabfüllern zusätzlich zum Einwegpfand eine Verteuerung der ökologisch nachteiligen Einweg- Getränkeverpackungen wie PET-Plastik und Getränkedosen erfolgen."Die Bundesregierung darf dem Niedergang der Mehrwegquote im Segment der alkoholfreien Getränke nicht tatenlos zusehen. Die Verpackungsverordnung schreibt eine Quote von 80 Prozent ökologisch vorteilhaft verpackter Getränke zwingend vor. Diese Marke ist weit unterschritten", so Jürgen Resch vom DUH.
Die Deutsche Umwelthilfe treibt seit zwei Jahren die Aktion "Mehrweg ist Klimaschutz" zur Stützung umweltfreundlicher Mehrweggetränke- verpackungen voran. Würden alle alkoholfreien Getränke in Mehrwegverpackungen statt in Einwegverpackungen abgefüllt werden, könnten nach Berechnungen des Deutschen Verpackungsinstituts jährlich 1,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das entspricht dem jährlichen Kohlendioxid-Gesamtausstoß von rund 500.000 Mittelklassewagen (bei 15.000 Km/Jahr).
Foto: DUH
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