Aus für Kohlekraftwerk Dörpen
Die Planungen für den Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Dörpen werden eingestellt. Die Investoren begründeten ihre Entscheidung mit der Ankündigung des Dörpener Unternehmens UPM Nordland Papier, die Planungen für den Bau eines eigenen Gaskraftwerkes weiterentwickeln zu wollen. "Aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist für die EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung eine wesentliche Bedingung für die mögliche Realisierung des Kohlekraftwerksprojekts am Standort Dörpen", erklärte EnBW zur Begründung.
Nachdem das als Wärmeabnehmer in Frage kommende Industrieunternehmen nun bekannt gegeben hat, keine Prozesswärme aus dem geplanten Steinkohlekraftwerk beziehen und stattdessen ein eigenes gasbefeuertes Heizkraftwerk vorantreiben zu wollen, hat die weitere Projektentwicklung für ein Steinkohlekraftwerk in Dörpen keine Basis mehr.
"Die Projektgesellschaft STKW Energie Dörpen GmbH & Co. KG zur Entwicklung des Steinkohlekraftwerks am Standort Dörpen im Emsland (Niedersachsen), an der die deutsche EnBW Energie Baden Württemberg AG (EnBW) mit 75,1 Prozent und die BKW FMB Energie AG (BKW) mit 24,9 Prozent beteiligt sind, stellt ihre Planungsarbeiten ein, heißt es auch auf den Seiten des Schweizer Konzerns Bernische Kraftwerke.
Diese Entwicklung bedaure man nicht zuletzt vor dem Hintergrund "der breiten Unterstützung des Projekts von Seiten der Standortgemeinde und des Landkreises". Für die CDU im emsländischen Dörpen mag das zutreffen. Bei der Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen" jubelt man dagen: "Damit ist das Kraftwerk vom Tisch!"
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