Bundestag sagt ja zu IRENA
Der Bundestag hat mit den Stimmen aller Fraktionen das Statut der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) angenommen. Das sei „ein Meienstein auf dem langen Weg zur weltweiten Nutzung der Erneuerbaren Energien", so SPD-Abgeordneter und Eurosolar-Präsident Hermann Scheer am Donnerstag. Es sei poltisch wichtig, dass Deutschland als Initiator des IRENA-Gründungsprozesses zügig die Ratifikation für das internationale Vertragswerk zur Einrichtung der Agentur vorantreibt.

Die IRENA war im Januar 2009 von 75 Staaten in Bonn gegründet worden. Mittlerweile ist die Zahl auf 83 angewachsen. Zu den Unterzeichnern zählen neben Deutschland, Spanien und Dänemark, die gemeinsam die Gründung vorangetrieben hatten, unter anderem ndien, Frankreich, die skandinavischen Länder, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Südkorea, Chile, Kolumbien, Argentinien, Nigeria und Kenia. Auch Australien will offenbar in den nächsten Tagen seine Mitgliedschaft erklären. Scheer: "Wir rechnen demnächst auch mit Beitritten der USA und Chinas."
Bei der nächsten Versammlung der IRENA-Unterzeichnerstaaten am 29. und 30. Juni im ägyptischen Sharm El Sheik wird entschieden, in welchem Land die Agentur ihren Sitz haben und wer IRENA als Gründungsdirektor oder Gründungsdirektorin leiten wird. Deutschland bewirbt sich mit der Bundesstadt Bonn um den Sitz und tritt gegen Abu Dhabi, Kopenhagen und Wien an. Die Ratifizierung des Parlaments sei auch ein Signal für den deutschen Anspruch, dass die Entscheidung über den Sitz von IRENA für Bonn ausfällt, so Scheer.
Die Geschichte der IRENA von der Idee zur Gründung können Sie HIER nachlesen
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